Nicandova

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 Betreff des Beitrags: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Do 23. Jan 2020, 22:38 
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Mein Bruder ist psychisch krank, sehr krank. Seit ein paar Monaten ist er wieder obdachlos, das war er früher auch jahrelang, dann hat meine Oma ihm eine Wohnung besorgt. Insgesamt hat mein Bruder drei Wohnungen gehabt. Nachdem er die letzte verloren hat, hat er viele Jahre bei seiner Freundin gewohnt, aber im August ist die Beziehung zerbrochen. Jetzt schläft er mal da, mal dort, aber er hat endlich einen Antrag auf Mindestsicherung aufgegeben, damit er wenigstens Geld bekommt und er krankenversichert ist. Jetzt gerade schläft er bei mir auf einer Gästematratze. Ich hoffe, er findet morgen einen neuen Platz, davor hat er in einer Notschlafstelle oder in einem Zelt im Wald geschlafen. In ein Obdachlosenheim will er nicht.
Ich kümmere mich seit über 20 Jahren um ihn, früher hat er Drogen genommen, davon ist er zum Glück weg. Es ist sehr belastend, ich bin in einer Angehörigengruppe und geh zum PSD, weil es mich selber krank gemacht hat. Es hat mich sehr viel gekostet, eigentlich mein halbes Leben und meine Zukunft. Mir geht es sehr schlecht.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Do 23. Jan 2020, 22:38 


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Do 23. Jan 2020, 22:47 
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Oh, du Arme. Das ist sicher sehr belastend, wenn man so einen Angehörigen hat, das geht echt unter die Haut.
Weiß wie schwierig es war mit meiner dementen Schwiegermutter, hab sie ein halbes Jahr betreut, bis ich es nicht mehr ausgehalten habe, mein Mann hat sie dann in ein Pflegeheim gegeben, bis sie gestorben ist. Mit dem Bruder ist es sicher noch ärger, weil er ja jünger ist und nichts annimmt von außen.
Gut dass du wenigstens die Angehörigengruppe hast, wo du dich austauschen kannst. herz2.gif


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Do 23. Jan 2020, 23:08 
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Edova hat geschrieben:
Oh, du Arme. Das ist sicher sehr belastend, wenn man so einen Angehörigen hat, das geht echt unter die Haut.
Weiß wie schwierig es war mit meiner dementen Schwiegermutter, hab sie ein halbes Jahr betreut, bis ich es nicht mehr ausgehalten habe, mein Mann hat sie dann in ein Pflegeheim gegeben, bis sie gestorben ist. Mit dem Bruder ist es sicher noch ärger, weil er ja jünger ist und nichts annimmt von außen.
Gut dass du wenigstens die Angehörigengruppe hast, wo du dich austauschen kannst. herz2.gif


Danke!

Es ist sehr schwer. Mein Bruder würde eigentlich auch in ein betreutes Wohnen gehören, weil er nicht zurecht kommt alleine, aber er hat keine Stück Einsicht. Bei ihm sind immer alle anderen schuld und er ist perfekt und kann und weiß alles besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Do 23. Jan 2020, 23:12 
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Ja, du hast nur diese zwei Möglichkeiten, ihn raus zu werfen und schau wie du zurecht kommst oder weiter leiden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Do 23. Jan 2020, 23:16 
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Loop hat geschrieben:

Danke!

Es ist sehr schwer. Mein Bruder würde eigentlich auch in ein betreutes Wohnen gehören, weil er nicht zurecht kommt alleine, aber er hat keine Stück Einsicht. Bei ihm sind immer alle anderen schuld und er ist perfekt und kann und weiß alles besser.


Dieser Inhalt ist der besonders Schwierige. Alles bekannt, vieles selbst erlebt, und trotzdem gibt es keinen "guten Rat", weil es "individuell" zu betrachten gilt.


[Meine weibl. Musik: 1972 Juliane Werding / 1983 Nena "Kerner" / 1993 Michelle "Hewer" / 2003 Christina Stürmer / 2016 Franziska Wiese]


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Do 23. Jan 2020, 23:52 
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Edova hat geschrieben:
Ja, du hast nur diese zwei Möglichkeiten, ihn raus zu werfen und schau wie du zurecht kommst oder weiter leiden.


Bei mir kann er eh nicht wohnen, nicht mehr. Heute lass ich ihn hier schlafen, aber morgen muß er wieder gehen. Das hatten wir schon vor vielen Jahren und es ist nicht gut ausgegangen. Als Dank dafür, daß er bei mir wohnen hat könne und ich ihm alles bezahlt habe, hat er meinen Radio kaputt geschlagen. Er wird nie wieder bei mir wohnen, nie wieder. Dann muß er halt im Wald schlafen, wenn er überall aneckt und nicht seinen Teil einsieht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Do 23. Jan 2020, 23:55 
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Loop hat geschrieben:

Bei mir kann er eh nicht wohnen, nicht mehr. Heute lass ich ihn hier schlafen, aber morgen muß er wieder gehen. Das hatten wir schon vor vielen Jahren und es ist nicht gut ausgegangen. Als Dank dafür, daß er bei mir wohnen hat könne und ich ihm alles bezahlt habe, hat er meinen Radio kaputt geschlagen. Er wird nie wieder bei mir wohnen, nie wieder. Dann muß er halt im Wald schlafen, wenn er überall aneckt und nicht seinen Teil einsieht.

Gut, dass du schon soweit bist, doch runterziehen wird dich die Sorge trotzdem.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Do 23. Jan 2020, 23:57 
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Nicandros hat geschrieben:

Dieser Inhalt ist der besonders Schwierige. Alles bekannt, vieles selbst erlebt, und trotzdem gibt es keinen "guten Rat", weil es "individuell" zu betrachten gilt.


Ja. Gegen seinen Willen geht betreutes Wohnen auch gar nicht. Ich hab es ihm wenigstens als Start vorgeschlagen, aber keine Chance. :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:00 
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Loop hat geschrieben:
Ja. Gegen seinen Willen geht betreutes Wohnen auch gar nicht. Ich hab es ihm wenigstens als Start vorgeschlagen, aber keine Chance. :roll:


Was jedoch gehen würde, ist Psychiatrie. Und dann von dortaus was finden. Ohne dass du dich selbst beteiligst....


[Meine weibl. Musik: 1972 Juliane Werding / 1983 Nena "Kerner" / 1993 Michelle "Hewer" / 2003 Christina Stürmer / 2016 Franziska Wiese]


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:00 
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Edova hat geschrieben:
Gut, dass du schon soweit bist, doch runterziehen wird dich die Sorge trotzdem.


Das tut sie sowieso. :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:02 
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Drück dir die Daumen, dass du das heil überstehst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:03 
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Nicandros hat geschrieben:
Was jedoch gehen würde, ist Psychiatrie. Und dann von dortaus was finden. Ohne dass du dich selbst beteiligst....


Er ist eh beim PSD in Behandlung, die Psychiatrien sind komplett überfüllt, genauso wie die Obdachlosenheime, eigentlich alles. Zum Glück geht er zum PSD, er hat verstanden, daß es nicht ohne geht. Eine Therapie wäre gut, aber es gibt kaum Plätze und er weiß es ja alles besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:06 
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Loop hat geschrieben:
er weiß es ja alles besser.


Das wird er immer, solange du ihm "weiter hilfst". Dass man Hilfe "braucht", merkt man erst, wenn man "ganz alleine" ist.... (Und damit meine ich nicht "im Wald schlafen" -> sondern die vielen kleinen zur Not Ausnahmen, wenn der Wald zuviel wird)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:08 
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Edova hat geschrieben:
Drück dir die Daumen, dass du das heil überstehst.


Das hab ich nicht. :roll:

Ich hoffe, er kriegt sich wieder ein und geht wieder in die Notschlafstelle oder sucht sich eine andere, und daß er bald Mindestsicherung kriegt. Dann müssen wir nach einer Wohnung für ihn schauen, da helfe ich ihm dabei, finanziell und für einen Vermieter sieht es auch besser aus, wenn da eine Schwester da ist, die unterstützt und ein Auge drauf hat. Als Obdachloser ist man nicht gerade begehrt als Mieter. Die vorige Wohnung hat unsere Oma für ihn besorgt und sie musste unterschreiben, daß sie die Miete zahlt, wenn mein Bruder es nicht tut. Der Vermieter will natürlich eine Sicherheit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:12 
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Nicandros hat geschrieben:

Das wird er immer, solange du ihm "weiter hilfst". Dass man Hilfe "braucht", merkt man erst, wenn man "ganz alleine" ist.... (Und damit meine ich nicht "im Wald schlafen" -> sondern die vielen kleinen zur Not Ausnahmen, wenn der Wald zuviel wird)


Ja. Du sagst es. :roll:

Hat er auch immer wieder gezeigt, wenn ich nicht da war, hat er sich auf einmal Hilfe suchen können. Naja, jetzt bin ich ein paar Tage nicht da, bei unserer Mutter, weil sie ein Seminar besucht und ich auf den neuen Hund aufpasse. Dort kommt mein Bruder nicht hin, weil er sich mit ihr total zerstritten hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:14 
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Mir will man auch was andrehen, das ich nicht haben will (ambulante Wiedereingliederungshilfe)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:20 
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Nicandros hat geschrieben:
Mir will man auch was andrehen, das ich nicht haben will (ambulante Wiedereingliederungshilfe)


Oh. :roll:

Ja, wenn man es nicht will, bringt es nichts. Oder wenn man was anderes will.

Das, was mein Bruder will, hatte er, eine Wohnung mit kleinem Tonstudio drinnen. Aber es war ihm nicht wichtig genug, drauf aufzupassen. Ich hoffe sehr, daß er draus gelernt hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:24 
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Loop hat geschrieben:
Ich hoffe sehr, daß er draus gelernt hat.


Der Unterschied ist: Für mich besteht die Gefahr, dass ich dort lande, wo dein Bruder bereits ist, wenn ich mich "nochmals" drauf einlasse, was ich schon von früher kenne. Und da ich mich kenne..... weiß ich, was passiert

-> Die Gleiche Hilfe kann zwei unterschiedliche Menschen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:48 
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Nicandros hat geschrieben:
Der Unterschied ist: Für mich besteht die Gefahr, dass ich dort lande, wo dein Bruder bereits ist, wenn ich mich "nochmals" drauf einlasse, was ich schon von früher kenne. Und da ich mich kenne..... weiß ich, was passiert

-> Die Gleiche Hilfe kann zwei unterschiedliche Menschen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.....


Ja, absolut! Dann mach es nicht, pass gut auf Dich auf. Ich bin sehr froh, daß Du eine Wohnung hast und versorgt bist und sicher.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 00:53 
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Ich bin mir sogar sehr sicher, dass dein Bruder und ich "uns nicht mögen würden". Ich glaube, wäre ich an der Stelle deines Bruders, hätte ich es viel leichter und du nicht so schwer....


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2020, 09:26 
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Nicandros hat geschrieben:
Ich bin mir sogar sehr sicher, dass dein Bruder und ich "uns nicht mögen würden". Ich glaube, wäre ich an der Stelle deines Bruders, hätte ich es viel leichter und du nicht so schwer....


Das denk ich auch. Auf jeden Fall hast Du noch nie Deine Wut auf die Welt auf mich ausgekippt, was er ständig tut. Du redest darüber, wenn Dich etwas wütend macht, und versuchst, es zu ändern. Mein Bruder hasst nur. Du ergreifst Möglichkeiten, Dein Leben zu verbessern, das will er nicht, er will alles nur zu seinen Bedingungen. Gerade hat er mir erzählt, es gäbe die Möglichkeit, leichter an eine Wohnung zu kommen über eine Stelle für Obdachlose, aber das sind keine guten Wohnungen in guten Häusern, er will das nicht mal als Startwohnung, um leichter an eine gute zu kommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Sa 25. Jan 2020, 23:12 
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Interessant wäre zu wissen warum er das Ganze nicht will bzw. ablehnt...

Auf jeden Fall, solange er nicht will, ist jede Hilfe vergebliche Mühe...


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: So 26. Jan 2020, 11:09 
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Ich verstehe dich sehr gut, weil ich mit meinem Bruder ähnlich verbunden bin.
Er hat noch nie eine Wohnung halten können.

Ich habe damit umgehen gelernt, weil ich der festen Überzeugung bin das mein Bruder ein Trottel ist und dass ich ihn nie erreichen werde.

Ich habe aus meiner letzten Wohnung ausziehen müssen weil ich einen befristeten Vertrag hatte und mein Bruder wohnte mit mir 5 Jahre darinnen. Ich habe um eine Gemeinde Wohnung gekämpft und ich habe seine Hilfe gebraucht.
Er hat im Waldviertel eine Wohnung gefunden und hat einen Streit inszeniert damit er mich nicht aufnehmen muss, wenn ich Obdachlos werde. Er hat sich angesoffen und ist aufgewacht und hat mir ins Gesicht gepisst. Ich bin aufgesprungen und hab ihn weggestoßen dann hat er sein Zeug gepackt und ist abgehauen und ich bin noch einige Monate in der Luft gehangen, weil ich nicht wusste wo hin. Er hätte mir an den Tag seinen Anteil der Miete und Energie kosten zahlen müssen. So hat er sich gedrückt davor! Ich habe 28qm Gemeine Wohnung bekommen. Meine Freunde haben für mich gesammelt damit ich den Umzug stemme. Ich habe keinen Führerschein und mein Bruder hatte ein Auto. Er hat mir nicht geholfen und ich bin ohne Hilfe umgezogen und habe 1000€ Transportkosten bezahlt und mich allein eingerichtet.

Nur 6 Monate nachdem ich die neue Wohnung hatte stand er in meiner Tür und schläft seit dem so ca. 3 Jahre auf meinen Boden, weil er sich kein Bett kauft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: So 26. Jan 2020, 12:04 
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Nicandros hat geschrieben:

So wird er plötzlich andere Hilfe finden, solange du ihm "weiter hilfst". Dass man Hilfe "braucht", merkt man erst, wenn man "ganz alleine" ist....
(Und damit meine ich nicht "im Wald schlafen" -> sondern die vielen kleinen zur Not Ausnahmen, wenn der Wald zuviel wird)


Bist dann ja gezwungen neue Wege zu finden. Erst Recht wie er sich dann auf einmal sich selbst helfen muss oder entsprechende Anlaustellen selber in Kontakt treten.Und wenn hier nun jemand wirklich nicht arbeiten kann gibt es Gründe dafür...

Wäre der Fall, dass er es nicht kann, dann halt nur in seinem Rahmen den er kann und dazu bringen den Rahmen stets zu erweitern.

Oder aber ich entscheide mich weiter für das Leben im Wald, fühle mich wohl, baue aus alten Matratzen mein Heim oder sonst wie ... Mir blieb die Straße zum Glück erspart


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: So 26. Jan 2020, 19:23 
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Zitat:
So wird er plötzlich andere Hilfe finden

Das habe ich nicht geschrieben und fördert auch einen anderen Sinn herbei.

-> Zu dem anderen: wem die Straße erspart bleibt, hat tatsächlich "Glück" oder er fühlt sich wohl in einem System, dass er selbst durch seine eigene Beteiligung nicht zu ändern vermag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Mo 27. Jan 2020, 09:48 
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Ich denk mal das du in Wien lebst.
Was ich so raus lese ist das du nicht willst das er bei dir wohnt, weil das nicht gut geht.
Dein Bruder ist unzuverlässig und hält Abmachungen nicht ein.
Du gibst ihm Geld und du würdest ihm auch Starthilfe geben.
Das er Mindestsicherung bekommt braucht er eine Deckadresse und einen Nichtmeldeschein.
Ich würde ihn, wenn du in deiner Wohnung nicht willst nicht Anmelden.
Begleite ihn ins P7 und geh mit ihm zum Meldeamt.
https://www.caritas-wien.at/hilfe-angeb ... nungslose/
Biete ihm deine Hilfe an nicht ohne Bedingungen.
Wenn du ihn helfen willst musst du weniger Geld und mehr Zeit investieren.
Zunächst mal brich den privaten Kontakt ab.
Beschränke dich darauf das du ihm hilfst, wenn er sich selbst hilft.
So muss er 1x im Monat seine Post vom P7 abholen.
Das mach mit ihm und wenn er kommt und pünktlich ist gib ihm 50-100€ jedes mal.
Gleich nach dem anmelden gehst du mit ihm auf die MA 40 und reichst einen Antrag auf Hilfe in besonderen Lebenslagen ein.
Die werden dich und ihn versuchen abzuwimmeln.
Sag dort das es dein recht ist den Antrag zu stellen und das sie dir das Formular geben soll.
Ihre Einschätzung auf Erfolg des Antrages ist zwar nett gemeint aber das soll doch bitte die zuständige Sozialarbeiterin beurteilen. Gehe nicht ohne den Antrag gestellt zu haben und lass dir bestätigen das du ihn abgegeben hast.
In den Antrag schreibst du das du bittest das deinen Bruder 3 Monatsmieten Kaution und 2 Monatsmieten Maklerprovision für Schaffung neuen Wohnraum für ihn benötigt wird. Dann schreibst du rein das er 1000€ Starthilfe braucht um sich neu einzurichten. Ihr werdet dann einen gutscheinbekommen für das Caritas Möbel Lager.
Er braucht den nichtmelde schein und muss nachweisen das er in der Mindestsicherung ist und muss seinen lebensmittelpunkt 5 Jahre in Wien gehabt haben. Das ist Voraussetzung.
Denn Antrag auf Mindestsicherung, wenn es nicht schon geschehen ist könnt ihr auch gleich an den tag stellen mit der Meldung beim P7 mehr braucht ihr nicht außer einem gültigen Lichtbildausweis.
Die wichtigste Hürde ist das ihr zu einem Sozialarbeiter vorgelassen werdet. Der Journaldienst hat nix zu entscheiden außer ob er euch wegschickt.
Der nächst Schritt ist zu „Stadt Wien – Wiener Wohnen“.
Dort bekommt er nur eine Wohnung wenn er 5 Jahre seien lebensmittelpunkt in Wien hatte.
Also in Wien gemeldet war.
Die warte Zeiten sind ein paar Jahre auf so eine Wohnung aber es gibt Notwohnungen.
Leider vergeben sie die aber nur wenn er aus einer Wohnung raus muss und nicht wenn er schon Obdachlos ist. Ich würde aber trotzdem vorsprechen.
Zuständig für obdachlose ist normal https://www.wien.gv.at/sozialinfo/conte ... _1=2098113
Dort hat er eine Chance auf einen Wohnung frühestens nach 2 Jahren und sie schicken ihn in einen Notschlafstelle. Danach versuchen sie ihn in ein betreutes Wohnen zu bekommen und er wird mit 2-3 andern in einer Wohnung untergebracht.
Dan gibt es noch die Drehscheibe
https://www.volkshilfe-wien.at/wohnungs ... ehscheibe/
Die arbeiten mit der MA 40 zusammen und das er das Geld bekommt um sich neuen Wohnraum zu schaffen ist mit der Drehscheibe größer.
Bereite dich auf einen Spießrutenlauf vor und lange Wartezeiten.
Wenn dein Bruder seine Termine nicht war nimmt und nicht überall hingeht wo er hingeschickt wird sind seine Chancen gleich Null.
Wenn du ihn helfen willst begleite ihn und sorge dafür das er hin geht und pünktlich erscheint.
Beschränke deine Hilfe auf das und gib ihn wenn er kommt immer mindestens 20€ und geh mit ihm essen.
Er soll sich freuen auf die Termine und dich zusehen.
Du darfst ihn nicht bei dir schlafen lassen damit der leidensdruck groß genug ist das er mitmacht.
Er wird Termine nicht einhalten.
Sei nachsichtig mit ihm und statt Druck aufzubauen sag jetzt ist es zu spät der Termin ist vorbei wir müssen von vorne anfangen und neue Termine ausmachen.
Nur wenn er sich freut dich zu sehn nimmt er auch die Termine war.
Er hat auch eine Perspektive dadurch und Hoffnung.
All diese aufgezeigten Möglichkeiten sind nicht erfolgversprechend und langwierig.
Die größte Chance besteht am Privaten Wohnungsmarkt.
Ihr braucht von einer Wohnung einen Kostenvoranschlag oder Vorvertag mit dem ihr zur MA 40 gehen könnt. Die Wohnung darf nicht mehr wie 350-400€ kosten.
Bis die Kostenübername bewilligt ist dauert es bis zu 14 Tage, wenn ihr breit seien Fuß in der Tür bei der MA40 habt. Sprich ein Sozial Arbeiter als Ansprechpartner bereits da ist. Wenn nicht muss der erst mal Erhebungen einholen über deinen Bruder und Schriftstücke aufsetzen in dem er begrünet
warum er deinen Bruder Hilfe in besonderen Lebenslagen gewährt die dann vom Vorgesetzen kontrolliert werden und den seine Zustimmung braucht er eigentlich und der bewilligt das dann auch.
Du kannst dir vorstellen das das dann Wochen lang auf den diversen Schreibtischen liegt und die Wohnung weg ist.
Wenn du dir mit den Bruder Wohnungen anschauen gehst steckt euch immer 200-300€ ein und wenn die Wohnung euch gefällt und der preispasst dann gebt den Makler das Geld unter der Hand wenn er eine vorvertag mit euch macht.
Zu billigen Wohnungen die noch gut sind kommen viele Leute und wer das Geld Bar hat bekommt sie meistens. Außerdem sind die Vermieter wählerisch und wollen oft nachweise über das Einkommen und wie lange er schon arbeitetet. Ihr müsst einfach Glück haben.
Ich wünsch euch viel Erfolg.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Mi 29. Jan 2020, 14:11 
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Registriert: Mo 9. Apr 2018, 22:37
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Franz hat geschrieben:
Ich verstehe dich sehr gut, weil ich mit meinem Bruder ähnlich verbunden bin.
Er hat noch nie eine Wohnung halten können.

Ich habe damit umgehen gelernt, weil ich der festen Überzeugung bin das mein Bruder ein Trottel ist und dass ich ihn nie erreichen werde.

Ich habe aus meiner letzten Wohnung ausziehen müssen weil ich einen befristeten Vertrag hatte und mein Bruder wohnte mit mir 5 Jahre darinnen. Ich habe um eine Gemeinde Wohnung gekämpft und ich habe seine Hilfe gebraucht.
Er hat im Waldviertel eine Wohnung gefunden und hat einen Streit inszeniert damit er mich nicht aufnehmen muss, wenn ich Obdachlos werde. Er hat sich angesoffen und ist aufgewacht und hat mir ins Gesicht gepisst. Ich bin aufgesprungen und hab ihn weggestoßen dann hat er sein Zeug gepackt und ist abgehauen und ich bin noch einige Monate in der Luft gehangen, weil ich nicht wusste wo hin. Er hätte mir an den Tag seinen Anteil der Miete und Energie kosten zahlen müssen. So hat er sich gedrückt davor! Ich habe 28qm Gemeine Wohnung bekommen. Meine Freunde haben für mich gesammelt damit ich den Umzug stemme. Ich habe keinen Führerschein und mein Bruder hatte ein Auto. Er hat mir nicht geholfen und ich bin ohne Hilfe umgezogen und habe 1000€ Transportkosten bezahlt und mich allein eingerichtet.

Nur 6 Monate nachdem ich die neue Wohnung hatte stand er in meiner Tür und schläft seit dem so ca. 3 Jahre auf meinen Boden, weil er sich kein Bett kauft.


Da hast Du auch viel durchgemacht, meine Güte. :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Mi 29. Jan 2020, 14:28 
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Franz hat geschrieben:
Ich denk mal das du in Wien lebst.
Was ich so raus lese ist das du nicht willst das er bei dir wohnt, weil das nicht gut geht.
Dein Bruder ist unzuverlässig und hält Abmachungen nicht ein.
Du gibst ihm Geld und du würdest ihm auch Starthilfe geben.
Das er Mindestsicherung bekommt braucht er eine Deckadresse und einen Nichtmeldeschein.
Ich würde ihn, wenn du in deiner Wohnung nicht willst nicht Anmelden.
Begleite ihn ins P7 und geh mit ihm zum Meldeamt.
https://www.caritas-wien.at/hilfe-angeb ... nungslose/
Biete ihm deine Hilfe an nicht ohne Bedingungen.
Wenn du ihn helfen willst musst du weniger Geld und mehr Zeit investieren.
Zunächst mal brich den privaten Kontakt ab.
Beschränke dich darauf das du ihm hilfst, wenn er sich selbst hilft.
So muss er 1x im Monat seine Post vom P7 abholen.
Das mach mit ihm und wenn er kommt und pünktlich ist gib ihm 50-100€ jedes mal.
Gleich nach dem anmelden gehst du mit ihm auf die MA 40 und reichst einen Antrag auf Hilfe in besonderen Lebenslagen ein.
Die werden dich und ihn versuchen abzuwimmeln.
Sag dort das es dein recht ist den Antrag zu stellen und das sie dir das Formular geben soll.
Ihre Einschätzung auf Erfolg des Antrages ist zwar nett gemeint aber das soll doch bitte die zuständige Sozialarbeiterin beurteilen. Gehe nicht ohne den Antrag gestellt zu haben und lass dir bestätigen das du ihn abgegeben hast.
In den Antrag schreibst du das du bittest das deinen Bruder 3 Monatsmieten Kaution und 2 Monatsmieten Maklerprovision für Schaffung neuen Wohnraum für ihn benötigt wird. Dann schreibst du rein das er 1000€ Starthilfe braucht um sich neu einzurichten. Ihr werdet dann einen gutscheinbekommen für das Caritas Möbel Lager.
Er braucht den nichtmelde schein und muss nachweisen das er in der Mindestsicherung ist und muss seinen lebensmittelpunkt 5 Jahre in Wien gehabt haben. Das ist Voraussetzung.
Denn Antrag auf Mindestsicherung, wenn es nicht schon geschehen ist könnt ihr auch gleich an den tag stellen mit der Meldung beim P7 mehr braucht ihr nicht außer einem gültigen Lichtbildausweis.
Die wichtigste Hürde ist das ihr zu einem Sozialarbeiter vorgelassen werdet. Der Journaldienst hat nix zu entscheiden außer ob er euch wegschickt.
Der nächst Schritt ist zu „Stadt Wien – Wiener Wohnen“.
Dort bekommt er nur eine Wohnung wenn er 5 Jahre seien lebensmittelpunkt in Wien hatte.
Also in Wien gemeldet war.
Die warte Zeiten sind ein paar Jahre auf so eine Wohnung aber es gibt Notwohnungen.
Leider vergeben sie die aber nur wenn er aus einer Wohnung raus muss und nicht wenn er schon Obdachlos ist. Ich würde aber trotzdem vorsprechen.
Zuständig für obdachlose ist normal https://www.wien.gv.at/sozialinfo/conte ... _1=2098113
Dort hat er eine Chance auf einen Wohnung frühestens nach 2 Jahren und sie schicken ihn in einen Notschlafstelle. Danach versuchen sie ihn in ein betreutes Wohnen zu bekommen und er wird mit 2-3 andern in einer Wohnung untergebracht.
Dan gibt es noch die Drehscheibe
https://www.volkshilfe-wien.at/wohnungs ... ehscheibe/
Die arbeiten mit der MA 40 zusammen und das er das Geld bekommt um sich neuen Wohnraum zu schaffen ist mit der Drehscheibe größer.
Bereite dich auf einen Spießrutenlauf vor und lange Wartezeiten.
Wenn dein Bruder seine Termine nicht war nimmt und nicht überall hingeht wo er hingeschickt wird sind seine Chancen gleich Null.
Wenn du ihn helfen willst begleite ihn und sorge dafür das er hin geht und pünktlich erscheint.
Beschränke deine Hilfe auf das und gib ihn wenn er kommt immer mindestens 20€ und geh mit ihm essen.
Er soll sich freuen auf die Termine und dich zusehen.
Du darfst ihn nicht bei dir schlafen lassen damit der leidensdruck groß genug ist das er mitmacht.
Er wird Termine nicht einhalten.
Sei nachsichtig mit ihm und statt Druck aufzubauen sag jetzt ist es zu spät der Termin ist vorbei wir müssen von vorne anfangen und neue Termine ausmachen.
Nur wenn er sich freut dich zu sehn nimmt er auch die Termine war.
Er hat auch eine Perspektive dadurch und Hoffnung.
All diese aufgezeigten Möglichkeiten sind nicht erfolgversprechend und langwierig.
Die größte Chance besteht am Privaten Wohnungsmarkt.
Ihr braucht von einer Wohnung einen Kostenvoranschlag oder Vorvertag mit dem ihr zur MA 40 gehen könnt. Die Wohnung darf nicht mehr wie 350-400€ kosten.
Bis die Kostenübername bewilligt ist dauert es bis zu 14 Tage, wenn ihr breit seien Fuß in der Tür bei der MA40 habt. Sprich ein Sozial Arbeiter als Ansprechpartner bereits da ist. Wenn nicht muss der erst mal Erhebungen einholen über deinen Bruder und Schriftstücke aufsetzen in dem er begrünet
warum er deinen Bruder Hilfe in besonderen Lebenslagen gewährt die dann vom Vorgesetzen kontrolliert werden und den seine Zustimmung braucht er eigentlich und der bewilligt das dann auch.
Du kannst dir vorstellen das das dann Wochen lang auf den diversen Schreibtischen liegt und die Wohnung weg ist.
Wenn du dir mit den Bruder Wohnungen anschauen gehst steckt euch immer 200-300€ ein und wenn die Wohnung euch gefällt und der preispasst dann gebt den Makler das Geld unter der Hand wenn er eine vorvertag mit euch macht.
Zu billigen Wohnungen die noch gut sind kommen viele Leute und wer das Geld Bar hat bekommt sie meistens. Außerdem sind die Vermieter wählerisch und wollen oft nachweise über das Einkommen und wie lange er schon arbeitetet. Ihr müsst einfach Glück haben.
Ich wünsch euch viel Erfolg.


Vielen Dank! Bild

Mein Bruder will keine Gemeindewohnung, er hat auch noch Schulden dort und war die letzten Jahre nicht in Wien gemeldet, hat also auch keinen Anspruch darauf.
Der Antrag auf Mindestsicherung ist in Bearbeitung, mein Bruder ist beim P7 schon gemeldet und hat dort auch eine Meldeadresse bekommen, so eine spezielle für Obdachlose, die nur ein Meldeamt in Wien vergibt. Momentan schläft er wieder in einer Notschlafstelle. Er muß halt warten. In ein betreutes Wohnen will er nicht, da schläft er lieber im Wald oder auf irgendeinem öffentlichen Klo oder in meinem Keller. Leider hat er extrem hohe Ansprüche an eine Wohnung, er hätte die Möglichkeit, über so eine Einrichtung für Obdachlose leichter eine zu bekommen, aber diese Wohnungen sind halt nicht besonders gut und auch in keinen guten Gegenden, da will er nicht hin. Obwohl es mit einer richtigen Adresse dann leichter wäre, eine gute Wohnung zu finden, aber das sieht er nicht ein.
Es ist halt so schwer, weil er psychisch sehr krank ist. Da kommt man an ihn kaum ran mit Logik. Zur Zeit ist er sehr aggressiv, weil ihm alles zu laut ist überall, möglich, daß sich das Problem mit der Obdachlosigkeit erledigt, wenn er jemandem etwas antut, heute hat er erzählt, daß er kurz davor war.
Mich belastet das enorm, es hat mich mit den Jahren selber kaputt gemacht und mein Leben mit zerstört. Ich bin nicht mehr in der Lage, ihm noch viel zu helfen, bißchen Geld kann ich ihm geben, aber mehr geht nicht mehr, früher bin ich mit ihm eh überall hin, aber er zerstört alles.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Mi 29. Jan 2020, 14:30 
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Mein Bruder ist wie Gift, ich fühl mich vergiftet durch ihn. Mittlerweile hab ich schon einen richtigen Hass auf ihn. Am liebsten würde ich weglaufen, weit weg. Ich kann nicht mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Mi 29. Jan 2020, 16:42 
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Beiträge: 663
Ich kann mich gut in dich reinversetzen und ich habe vor 8 Jahren meines gesamten Freunds und Bekanntenkreis zum Teufel gejagt. Die einzige Verbindung die ich zu meinen abgelegten Leben habe ist mein Bruder. Ich versuche das vergangene was zwischen mir und ihm war zu vergessen. Mein Bruder weiß aber, dass wenn er mir die Miete nicht bezahlt die ich im Vorhinein kassiere oder er mich bestiehlt ich ihm ins Krankenhaus prügle obwohl er einen Kopf größer ist als ich und jünger. Er hält auch das Maul, wenn ich ihm sage jetzt ist es genug. Das war nicht immer so.
Dein Bruder ist in einer Aussichtslosen Situation!
Es dauert mindestens 2 Jahre bis er aus der Notschlafstelle in eine Betreute Wohnung kommt. Früher kommt er nur raus, wenn er selbst eine Wohnung findet Privat und ich habe dir ja schon die Wege dorthin aufgezeigt.
Das dein Bruder vor dem durchdrehen ist kann ich auch nachvollziehen.
Das ist der Umgang in der Notschlafstelle. Glaub mir Häfen ist besser wie dort schlafen müssen.
Aber es ist ja schon ein großer Schritt passiert!
Meldung P7 und er bekommt Mindestsicherung und hat ein Bett.
Das Problem ist der Umgang den er dort hat und die viele Freizeit wo er nicht weis wo er hin soll und kein Geld hat.
In der Notschlafstelle sind nur Alkoholiker, Drogensüchtige und Spieler.
Mit denen verbringt er den Tag, weil ja keiner weiß wo hin.
Jetzt sind das nicht die einfachsten Menschen und dein Bruder ist es ja auch nicht.
Für das seelische Gleichgewicht deines Bruders und das er die Notschlafstelle erträgt wäre eine Arbeit gut. Er würde dann auch einen Schlüssel bekommen und muss erst um 22h rein zum schlafen und sieht die anderen Geisteskranken nicht!
Es ist nur eine frage der Zeit bis er durchdreht und mach ihm keine Vorhaltungen, wenn er, wenn es warm ist wieder auf der Straße schläft, weil er die Arschlöcher nicht mehr sehen kann.
Die Situation wird sich mindestens noch 2 Jahre hinziehen und wenn dein Bruder mit den anderen mit säuft, raucht, und vielleicht auch noch mit dem Glückspiel beginnt führt die Spirale immer weiter nach unten.
Wichtiger wie ein Bett wäre das du Zeit mit ihm verbringst und ihm Erden tust.
Schau das er dich nicht in dieses Umfeld rein zieht und treffe dich nur allein mit ihm.
Wenn du die Schnauze voll hast dann brich den Kontakt ab!
Das ist besser, denn in einem Jahr schaut es vielleicht besser aus, weil der Leidensdruck bei deinem Bruder so groß wird das er Hilfe annimmt.
Das schlimme ist aber das jede Hilfe erst in 2 Jahren greift die ihm vom Staat zugesprochen wird.
Bis dahin muss sich dein Bruder von Pontius zu Pilatus schicken lassen und sich von Sozialarbeitern die Stundenlang dieselbe Scheiße anhören und passieren tut nix.
Er bekommt auch keine schöne Wohnung, sondern nur ein Loch und muss froh sein, wenn er es für sich alleine hat.
Dein Bruder mag vielleicht kein anderes Leben. Ich kenne viele die eine Wohnung bekommen haben und sich dann Einsam gefühlt haben allein in der Wohnung. Auch hat er nicht mit der Freundin können, weil er zu lange auf der Straße war. Du musst dir im Klaren sein das dein Bruder nicht anderes kann zurzeit. Er hat sich verrannt und fühlt sich ungerecht behandelt.
Du meinst es gut und redest mit ihm als ob er eine Wahl hätte.
Sieh ein das dein Bruder keine Wahl hat in der Situation und jeder Amtsweg ein Horror für ihn ist.
Stell dir doch mal vor dir nimmt man jede Rückzugsmöglichkeit und du willst deine Ruhe und ständig ziehen alle an dir. Du kannst nicht ausweichen und diese Menschen nicht aussperren.
Es ist sehr schwer Leute die man nicht will ertragen zu müssen.
Ich denk an dich und schick dir Kraft meine Liebe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Bruder
BeitragVerfasst: Mi 29. Jan 2020, 16:51 
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Beiträge: 17349
Loop hat geschrieben:
Leider hat er extrem hohe Ansprüche an eine Wohnung

Die hab ich auch: Ich will meine Ruhe


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