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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 12:50 
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Der Beginn einer Odyssee :
Hagall, post: 6650053, member: 30450 hat geschrieben:
Die neue Zuflucht für durchgeknallten Dreck

Das is die Dschumsn von der Leich namens Scholonek

Sadari sagt 'Refugium für Gips und Grips‘

Und wahrhaftig, hier sind Petzi und Fips mit an mordsdrum Schwips

Und das ohne Koks, Alk oder Tee Ha Zee

Die gibt’s hier aber auch, und Elfenfrappeeeeeeeeeeeee

Hier ist der Himmel noch schwarz und die Spinnen noch lila

Ein Dämon im Dirndl winkt mit Hostien und Tequila

Der Papst im Tanga lässt die Hungrigen nicht warten
Und serviert Kompost aus dem eigenen Garten

In Scherben, Blut und modrigen Tiefen
Ist viel mehr Romantik als in Rosenduftbriefen

Die Zombie-Dschumsn tut niemand verpflichten
zu reimen oder sonstwie zu dichten
verdünn die Luft nach unten, säg am eigenen Ast
schwing dein G'stell in die Dschumsn und zeig was du hast :D


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Sa 18. Jan 2020, 12:50 


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 12:53 
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Hagall, post: 6650113, member: 30450 hat geschrieben:
Die Geschichte vom kleinen Suchanek ist dann noch weiter gegangen. Der kleine Suchanek hat sich irgendwann unauffällig vom Volksfest entfernt und war wieder auf der Salbei-Plantage vom Sechser-Pimperl. Die hat er dann irrtümlich in Brand gesteckt, wie seine Verdauung der zuvor genossenen veganen Giraffenleber in Fahrt gekommen ist. Und der Salbeidampf hat ein Ödem in Suchaneks Nasenpickel hervorgerufen, weshalb er vom Weihnachtsmann für Rudolf gehalten und gekidnappt worden ist. Wenn also jetzt manchmal am Abend eine rote Finsternis am Firmament zu beobachten ist, dann hat sich nicht die Betelgeuse vor den Rigel geschoben, sondern der Suchanek ist mit seinem Schlitten in Earendils Maserati gecrasht.


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 12:58 
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Hagall, post: 6650326, member: 30450 hat geschrieben:

Da hats der Suchanek (zu dem sie wegen der Nase jetzt "Rudi" sagen) wiederum besser, der ist in Diensten des Weihnachtsmanns jetzt selbst das Pferd. Wiederum - wie könnte es beim Suchanek auch anders sein - ein klein geratenes Pferd. Aber oho, eins mit Geweih. Also der geweihte Suchanek, Stern des Morgens, aber Morgenstern wurde ihm keiner überantwortet nach der Sache mit der Salbeiplantage. Könnte er aber brauchen, weil Vöglein Elwing jetzt immer mit ihren spitzen Schnabel nach ihm hackt, seit er mit ihren Mann zusammengekracht ist.


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:01 
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Edova, post: 6650667, member: 50598 hat geschrieben:
Die in der Dschumsen haben was anderes zu tun, sie kramen in ihren Windeln und suchen brauchbare Wurfgeschoße um Rundherume zu bewerfen.
Die haben sich aber schon versteckt und mit Gegengeschoßen eingedeckt.
Wird wahrscheinlich so ein hysterisches Herumgeballere.:D


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:03 
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Hagall, post: 6650737, member: 30450 hat geschrieben:
Dann wird der Griff zu den halbgenießbaren Pilzen wohl fast unumgänglich sein, wenn die EIndrücke aus erster Hand stammen sollen. Ich würde dabei unbedingt ein eingeschaltetes Diktiergerät empfehlen. Bzgl der Parallelrealitäten, also deren Beschaffenheit, könnten sich da nämlich einige Aufschlüsse auftun. Bzgl. reolutionären Erkenntnissen über Chromosomenwanderungen bin ich da hingegen weniger optimistisch, allerdings weiß ich auch nicht genau, ob die pilzbedingten Vibrationen ein eigenes dafür verantwortlichen Gen (bzw einen Defekt desselben) bedingen oder rein durch freie Energien begünstigt werden, zu deren Freisetzung der Pilzgenuss lediglich ein autosuggestives Ritual ist, das von erfahrenen Meistern aber genausogut weggelassen werden kann.


Bio-Bücher sind diesbezüglich aber auch echt ein Fischen im Trüben. Viel besser ist wieder einmal das Fernsehen, und da natürlich ganz besonders die Werbung. Ich denke, es war tatsächlich ziemlich genau zur Tschernobyl-Zeit (oder kurz danach), dass ein beliebter, aber erfolgloser österreichischer Vertreter der Königsklasse des Motorsports dem sechsbeinigen Hund die Verwantwortung für so ziemlich alles und nichts zugeschoben hat.



Ok. JEHOOOOOOOOOOVA! JEHOOOOOOOVA! JEHOOOOOOVA! :banane::jump20:




Ok, ich werde mir ein paar Rezensionen zu diesem Weißkittel zu Gemüte führen und dann dem Suchanek übergriffig nahelegen, ihn zu konsultieren, damit er sich einmal bewusst wird, dass Elwings Schnabelhiebe einen unbewältigten Mutter-Sohn-Konflikt verkörpern und er zum Zweck von dessen Aufarbeitung anfängt, seinen überdimensionalen Nasenpickel und die dadurch bedingte Situation als Ren( n)tier am kurzen Zügel kritisch zu hinterfragen.

Ups... vielleicht sollte er doch lieber zum Törner. Oder ich.


Unter anderen Umständen als denen des Suchanek vielleicht ja. Aber vielleicht besser ohne Pferdehirn, sonst ist man mit den ganzen ewig haftenden Sinneseindrücken erst wieder so eine Art Gefangener.


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:06 
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Edova, post: 6650796, member: 50598 hat geschrieben:
Die dreischwänzige Pudelkatze schleicht um Suchanek herum, wobei Elwig vor Schreck erstarrt und sämtliche Mutterkomplexe ihrerseits zu Staub zerfallen.
Die Pudelkatze wurde durch den eindringlichen halbgaren Pilzgeruch angelockt, der verräterisch nach Ißmich riecht.
Dummerweise will Suchanek seine genverseuchten Pilze unbedingt reinschlingen, auch auf die Gefahr hin, dass der Pickel noch größer wird.
Dann kann kein Dr. Töner mehr helfen, Suchanek begiebt sich gefährlich nahe dem Abgrund der pilzigen Schlucht hin.
Ob das nur gut geht?


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:08 
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Hagall, post: 6651239, member: 30450 hat geschrieben:
Der Suchanek ist den Krimis vom Rainer Nikowitz entsprungen und wuleeeeeeeeeeee hier gelandet, um hier als so eine Art "Bernd das Brot" zu fungieren, bzw angesichts seiner Schwammerl(=Pliz)sucht eher zu funghieren. Er ist auch, wie ich dank [USER=85516]@sadariel[/USER] seit kurzem endlich weiß, über viele viele Ecken, Rundungen und Ebenen mit dem Scholonek (welcher sich totgesoffen hat) verwandt, nach dem diese Dschumsn benannt ist. Man könnte fast sagen, was der Wildsau ihr Dämon, das ist der Zombie-Dschumsn ihr Suchanek, aber dafür ist es eher noch zu früh.

Elwing jetzt also in der Schwitzhütte, nachdem sie sich selbst mit ihren scharfen Schnabel auf dämonischste Art bepickt und bezupft hat - sodass die sonstigen Saunahoschis sich bei ihren Erscheinen verzupfen. Im Sphärensee herrscht Chaos, denn die meisten sind Nichtschwimmer. Oawiger springt am Ufer des Sees herum und versucht, den halb Ertrinkenden und wild durcheinander Schreienden mit einer besonders penetranten Version des Gayatri-Mantras klarzumachen, dass alles gut ist - was Elwing vom Schwitzhüttenfenster aus amüsiert beobachtet, während ihr nach wie vor eher punkig abstehendes Gefieder vom Schweiß glänzt und sie aber auch nicht weiß, was sie von der plötzlich heraufziehenden Finsternis halten soll. Erst als diese (die Finsternis) nach und nach von einem einzigartigem Aroma aus Sternenstaub und Auspuff-Abgasen ergänzt wird, dämmert es ihr (Elwing): "Verflucht, das ist ja mein Mann in seinem Astral-Maserati... hoffentlich hat er nicht auch noch die Buben (Elrond und Elros) dabei..... wenn die mich so sehen, bin ich wieder mal die gepickte." Sie zupft sich also zurecht und versucht aus der Schwitzhütte zu flüchten, aber blöderweise hat sich bei der Flucht der saunaabhängigen Denkhoschis der Riegel von außen verhakt. Mit letzter Kraft flüchtet Elwing daher durch den Dunstabzug, den es nur hier gibt und der extra zum Abfließen der ausgeschwitzten negativen Energien eingerichtet worden ist - und daher noch weitestgehend jungfräulich, da die Denkhoschis alle ziemlich verliebt in ihre Ego-Anhaftungen sind und diese daher in aller Regel überaus mühelos durch den Schwitzhüttenbesuch retten. Elwing allerdings muss sich draußen dennoch erneut mühevoll zurechtzupfen.

Einstweilen kreist Earendils Astral-Maserati (Cabrio, versteht sich) wild hupend und verpestend um den Sphärensee und Earendil flucht den hier nicht besonders weit entfernten Himmel und die sowieso immer ums nächste Eck lauernde Hölle auf Oawiger und die nach wie vor völlig disziplinlosen Badegäste herab, aber eigentlich ist er nur grantig weil er seine Frau nicht findet. Elwing winkt ihm zwar eh schon völlig hysterisch zu, aber Earendil hat stattdessen den Suchanek bemerkt, der ja kürzlich mit dem Weihnachtsmannschlitten Earendils Maserati gerammt hat. In blinder Wut hält Earendil also auf den Suchanek zu und übersieht dabei die im Weg lauernde Pudelkatze, die er streift und damit über den Schluchtrand nicht geradewegs ZU den Pilzen, sondern geradewegs IN die Pilze befördert. Wie es mit der Pudelkatze weitergeht, werden wir hoffentlich bald erfahren.

Der Astralmaserati dreht sich nach dem Zusammenprall wie wild im Kreis und der Insasse Earendil ist über diese Abwechslung nach Jahrhunderten der ewig gleichen Runde um Arda glücklich wie ein Kind am Ringelspiel. Doch Elwing kommt herangeflattert und und heult ihm verlogen und hinterfotzig vor, wie gemein alle zu ihr waren und dass sie hier trotz ihres nonnenhaften Betragens permanenten Belästigungen ausgesetzt war und einfach nur noch weg will. Earendil kennt seine Vo(e)gelfrau zwar seit Jahrhunderten und glaubt ihr dementsprechend kein Wort, aber er realisiert langsam, dass er während seines mehrfachen Drehers seine letzten 35 Mahlzeiten in der Gegend verteilt hat, weshalb ihn die Umgebung jetzt ebenfalls zusehends ankotzt. Außerdem weiß er, dass die Sternbilder verrückt werden, wenn er nicht bald seine tägliche Rundfahrt in Angriff nimmt.

Elwing nimmt neben Earendil Platz und lässt mit erfahrener buddhistischer Gelassenheit ihre Erwägungen, den Suchanek zu befreien, los. Sie dreht sich nach dem Suchanek um ihn winkt ihm halb bedauernd, halb provokant (oder vielleicht auch 10% bedauernd und 90% provokant) zu, bevor der Maserati unter ohrenbetäubendem astralem Dröhnen und Quietschen entschwindet.

Der Suchanek ist zunächst wütend und verzweifelt, dann aber bemerkt er die Wonne, die ihm der Abgasgeruch bereitet und dass dieser vielleicht sogar noch eindrucksvollere Parallelwelten in Suchaneks Kopf erschaffen kann als die ersehnten Schwammerln......


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:11 
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Edova, post: 6651055, member: 50598 hat geschrieben:
Doch durch das Schnurren der Pudelkatze erfährt Suchanek ein neues, noch nie vorher erlebtes Glücksgefühl, mehr noch als in der Schwitzhütte des Gurus Oawigers, wo er so manchen Tag verbracht hatte, bevor das mit der Pickelgeschichte anfing. Die stark erstaunte Elwing kennt sich nun selbst nicht mehr und beginnt sich zu bepicken und grübelt über eine Möglichkeit, Suchanek zu befreien und womöglich die Pudelkatze dafür einzuspannen. Durch das Selbstbepickens ist sie aber derart zerzaust und als sie sich im Sphärensee erblickt flüchtet sie panisch in die Schwitzhütte. Die sich in der Schwitzhütte befindenden Leutchen erschrecken ihrerseits und flüchten zum Spärensee um sich in die Fluten zu stürzen. Oawiger will sie beruhigen, was ihm aber nicht gelingt, denn ohne schwitzen können sie keinen klaren Gedanken fassen und tölpeln einer über den anderen. In der Zwischenzeit zerrt Suchanek ungeduldig am Schlittengeschirr um endlich frei zu sein um die Pudelkatze ordentlich zu bestreicheln. Eigenartigerweise verfinstert sich plötzlich der Himmel und alle verfallen in eine Stillhaltephase.


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:15 
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Edova, post: 6651447, member: 50598 hat geschrieben:
Suchaneks neue Sucht erschafft in ihm ungeheure Kräfte um sich an den Auspuff des Astralmaserati zu hängen. Und durch die anhaltende Aktivität des Earendils und seiner Vo(e)gelfrau werden die Auspuffgase überdimensial verstärkt, wodurch Suchanek in einen irren Rausch verfällt. Der Gedanke, dass er ohne den Schlitten wohl dem Gefährt nicht folgen hätte können, erfüllt ihn mit ungeheurer Dankbarkeit, die ihn die umgebende Astralspäre in allen Aurafarben erstrahlen läßt. In der Zwischenzeit schlägt sich die Pudelkatze mit den Schluchtenpilzen den Magen voll, was wieder den Effekt hat, dass ihr nicht nur ein neuer Schwanz gewachsen ist, sondern auch ein zusätzliches Katzenauge mitten auf der Stirn, was wieder zur Folge hatte, dass die Aurafarben verstärkt in ihr Gehirn eindrangen und sie wie eine Rakete in den Himmel aufsteigen ließ und sie wieder bei Suchanek landete. Scheint wohl ihrer Vorbestimmung gerecht zu werden um mit ihm die Astralwelt zu besetzen. Das Gefogelte Maseratiteam wurde dadurch zum Werkzeug degradiert, die nur Mittel zum Zweck waren.


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:16 
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Hagall, post: 6651523, member: 30450 hat geschrieben:
Mittel zu den Zwecken des großen Eru Mungluz Baphomet sind wir und die und alle übrigen ja sowieso alle, und es schmeichelt dem Suchanek daher um so mehr, dass ausgerechnet er und die Pudelkatze von besagtem Mungluz jetzt anscheinend für die "Goofy schluckt die Supermuß" - Folge auserwählt worden sind. Die Auspuffgase des Maserati lassen ihn das Universum in grellem Orange wahrnehmen, und die an seinen Beinen baumelnde Pudelkatze in Violett mit ein paar Metallic/Grautönen an den Krallen. Er sieht eine zähflüssig herumwandernde Gartenmauer und dahinter das sagenhafte Krikel-Krakel-Land, dann ein fein herausgeputztes Karnickel mit einer riesigen Uhr ... und immer wenn er den Kopf schräg hält, hört er die Stimme des Nachbarbuben über Berechnungen schwafeln, die angeblich ergeben haben, dass 32 Zähne am Boden aneinandergereiht eine Stecke von exakt 66,6 cm ergeben.

Die erwähnte Aktivität von Earendil und Elwing scheint stundenlang anzuhalten und der Suchanek wird allmählich auch ein bisserl rammlert. Schon schleichen sich erste Erwägungen zwischen seine Synapsen, ob die Pudelkatze wohl bereit wäre, sich zur Verf... aber da scheinen die 2 da vorn wieder einmal einen Höhepunkt ihres Treibens erlangt zu haben und der Maserati vollführt eine Art Turbo-Boost-Einlage. Dadurch knallt der Schlitten gegen einen astralen Asteroiden und der Suchanek hat im wahrsten Sinn des Wortes die Hände voll zu tun, um sich am Auspuff des Maserati festzuklammern.

Dann scheint kurz Ruhe einzukehren. Earendil ist anscheinend erschöpft eingeschlafen und hat den Maserati auf Vollautomatik geschaltet. Doch dann spürt der Suchanek ein Ziehen in seinen Oberschenkeln und er richtet seinen Kopf möglichst gerade (Schräghaltung vermeidet er, da ihm die Berechnungen des Nachbarbuben irgendwie nicht gefallen) nach unten und wird der Pudelkatze gewahr, welche sich mit einer Aura von leidenschaftlichem Verlangen cm für cm an ihm emporschraubt. Wieder einmal ist er fasziniert von der Kraft seiner Gedanken. Gerade wechselt seine Wahrnehmung des gierigen Grollens der Pudelkatze von unheimlich zu anziehend, da fühlt er, wie von oben Haare auf sein in dieser Hinsicht schütteres Haupt fallen und sich Fingernägel in seine Schultern krallen..... Elwing hat offensichtlich ihre Menschengestalt angenommen und anders als ihr Mann noch lange nicht genug.

Und so hängt der Suchanek quasi zwischen Skylla and Charybdis, von unten das Grollen der immer näher kommanden Pudelkatze und von oben Elwings leidenschaftliches Hauchen: Suchi!!! Suuuuuchi!!!!! Komm zu mir, Suchi, komm zu miiiiiiir!!!!!!!!' ......

.... "Komm zu dir, Suchi, komm endlich gottverdammt noch einmal zu dir!!!!! Alter, wir müssen weg!" dröhnt schaurig verändert die Stimme in des Suchaneks Ohr, und als er endlich aufwacht und die Augen aufreisst, starrt er in die angstverzerrten Augen von Oawiger, der ihn an den Beinen zerrt, und dahinter sieht und hört er Massen von Zombies aus dem Sphärensee taumeln und gierig grollende Töne von sich geben, übertönt nur vom nicht mehr sehr spirituellen Mantra des Oawiger: "Diese Auspuffgase haben dich ja ganz schön eingenebelt, aber jetzt setz verflucht noch einmal dich und deinen Schlitten in Bewegung und bring uns weg hier!!!!!!!!


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:19 
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Edova, post: 6651705, member: 50598 hat geschrieben:
Nach den Geilangriffen der beiden, Pudelkatze und Elwing, setzt Suchanek zu einer abrupten Kehrtwendung seines Schlittens an und möchte in Die Schwitzhütte zu Oawiger und sich an seiner Schulter ausweinen. Vorher stopft er die grollenden Zombies noch in leere Metalldosen und schmeißt sie zurück in den Sphärensee.
Er erwartet sich vom Guru eine Entspannung seines Erregten und will die Fassung wieder gewinnen um die Mungluzausersehung erfüllen zu können. Doch der Oawiger schüttelt den greinenden Suchanek ab, nimmt einen Stab und drischt ihn auf sein Teil. Suchanek verfällt in ein schrilles Heulen dass sich die Bäume biegen und sämtliche Vögel kreischend in die Höhe stoben. Plötzlich vernimmt er ein beruhigendes Summen, der Vorhang der Schwitzhütte wird auf die Seite geschoben und ein Yeti glotzt durch die Öffnung, Unverständliches vor sich hinbrabbelnd. Oawiger sieht sich seiner Wichtigkeit beraubt und will auf den Yeti losgehen. Doch er hat nicht mit Suchanek gerechnet, der sich den Yeti beglückt an den Hals wirft und ihn abschmatzt. Danach möchte er nur noch ein Schläfchen halten und diese Aufregungen hinter sich lassen. Doch der ergrimmte Oawiger nimmt einen Stachel und sticht Suchanek in den Pickel, aus dem aber Sternenmilch herausspritzt.
Der Yeti packt beide am Genick und schmeißt sie unsanft auf ein Schwitzhüttenlager und säuft begierig die Sternenmich.
Irgendwie kehrt plötzlich Ruhe ein, kein Pudelkatzengebrodel, keine sexistisches Schnaufen von Elwing, nur sanfte Ruhe.


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:23 
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Hagall, post: 6652188, member: 30450 hat geschrieben:
Heute muss der Suchanek zur Kenntnis nehmen, dass Umweltverschmutzung letztlich immer auf den Verursacher zurückfällt:

Die Aktion mit der Verpackung und Im-See-Versenkung der Zombies in den grätenfreien Thunfischdosen ist beobachtet worden, und zwar von der nicht sehr Gretenfreien Thunberg. Unter einem gellenden "YOU STOLE MY MORNING" setzt sie mit olympiareifem Sprung und Schwumm in den Sphärensee und rollt nach lebensgefährlichen Tauchaktionen die Zombies in ihren Dosen Exemplar für Exemplar wieder heraus. Des Inhalts der Dosen zwar gewahr, aber ganz und gar gleichgültig, reisst sie eine nach der anderen auf und leert besagten Inhalt auf den nahen Komposthaufen.

Der Yeti versucht ihr davon abzuraten und zu erklären, was Komposthaufen und Zombies für eine fatale Kombination darstellen, aber Greta schleudert ihm ein entschiedenes 'HOW DARE YOU TO STOP ME'?" entgegen, sodass er sich, wenn auch widerstrebend, in Gelassenheit übt und diesen Dingen zunächst ihren Lauf lässt. Was auch ratsam ist, denn schon wird er vom Oawiger angesprungen, der, wieder mit einem seiner spitzen Friedens- und Harmoniedolche bewaffnet, ein ganz besonders penetrantes Mantra vom Kurs in Wundern angestimmt hat, um sich wieder ins Zentrum der Aufmerksameit (egal von wem) zurück zu reklamieren. "Du wirst dich noch wundern, du wandelnde Schnee-Eule! Du wirst dich noch wundern! Du wirst dich noch wundern!", so geht es in einem fort. Kaum auszuhalten... selbst der Suchanek muss sich in seinen feuchtfriedlichen Wonne-Illusionen auf die andere Seite drehen.

Während der Yeti sich im Infight mit dem tollwütigen Friedensguru Oawiger befindet, kommt die Greta angerannt und deutet, vorübergehend sprachlos vor Entsetzen, in Richtung des Komposthaufens, auf dem Zombie-Orchideeen von gigantischer Höhe und divisionsstarkem Ausmaß erblüht sind, und die ersten haben den Haufen bereits verlassen und bewegen sich auf die Greta, den Yeti, den Oawiger und den Suchanek zu..... "Tu doch was, Yeti, tu doch was!!!" erschallt es seitens der ihrer Sprache wieder mächtigen Greta, doch der Yeti hat mit dem Oawiger genug zu tun und keucht in Richtung der Greta nur ein knappes: "Ich hab dich gewarnt, und jetzt kann ich auch nix mehr machen! Schau selber, wie du mit den Orchideenzombies fertig wirst. Sei dein eigener Unkraut-Jäti!"

Oawiger holt zum entscheidenden Streich mit dem Stachel aus, allerdings holt er ein bisserl zu weit aus und rammt sich den Stachel in die eigene Schulter, lässt schmerzheulend den Yeti los und landet in der pickerten Sternenmilch, die der Yeti während des Kampfes erbrochen hat. Dort bleibt er picken und kommt nicht mehr heraus.

Die Greta hat inzwischen die herannahenden Zombieorchideen erfolglos mit den leeren Dosen beworfen und jetzt sind nur noch zwei Dosen übrig. Der Yeti schnappt sich 2 von den Dreien (nämlich Greta und eine der Dosen), schultert sie wie Scarlett O'Hara und steuert entschlossen mit ihnen auf den Sphärensee zu. Die Greta wehrt sich eher halbherzig und eigentlich nur formhalber gegen die Erkenntnis, dass die Dose jetzt wohl als Fluchtboot doch wieder in den See zurückübersiedelt. Es lässt sich nicht ändern, und so entkommen die beiden den Zombies, davongetragen von einem wohlwollenden Wind, in Spären, in denen sie wohl heute noch friedvoll herumirren, falls sie nicht der Messner, der Reinhold nämlich, ereilt hat.

Was die Zombies mit dem festgeklebten Oawiger anstellen, muss nicht in aller blutigen Ästhetik beschrieben werden, aber jedenfalls ist er alsbald einer von ihnen....

...und so wendet sich ihre und unsere Aufmerksamkeit nun schließlich dem Suchanek zu, aus dessen feuchtfriedicher Wonne sich angesichts der Entwicklungen die Komponenten "friedlich" und "Wonne" davongestohlen haben, feucht ist er dafür jetzt von oben bis unten. Die Zombies haben nicht vergessen, was er mit ihnen gemacht hat, und daher haben sie mit ihm andere Pläne als mit dem Oawiger. Der Suchanek fleht zum großen Mungluz, dieser möge ihm doch bitte wieder eine Supernuss zukommen lassen.... und der Mungluz erscheint ihm tatsächlich, schüttelt aber bedauernd den Kopf: "Mein lieber Suchanek, die Supernüsse sind aufgebraucht, und mein Helfersyndrom ebenfalls! Irgendwann muss man sich seinen Zombiedämonen stellen, man kann nicht immer mittels Supernuss von einem Moment auf den anderen alles wieder gut sein lassen. Verdrängst du die Dämonen immer wieder im letzten Moment mittels Supernüssen oder sonstwas, dann ist das reine Symptombekämpfung, und sie kommen um so stärker zurück. Du musst ihren ihren Raum zugestehen und sie zulassen! Nicht jede Geschichte kann für alle glücklich enden, man muss auch mal die andere Seite kennen lernen!"

Das überzeugt den Suchanek und er entspannt sich, lässt die Zombieorchideen einfach mal machen, träumt bereits von der friedlichen Teerunde mit seinen integrierten Dämonen .... und erst als er in der unentrinnbar verschweißten letzten übriggebliedenen Dose im See landet und dort nach unten gezogen wird, immer tiefer in die dämonischen Gewässer und schon spürt, wie ihn der Baphomet in den Hintern beisst, kann er das ganze Ausmaß seiner Erkenntnisresistenz erkennen.

(Elwing nimmt ihre Mungluz-Maske ab, dreht sich zu Earendil und kichert: "Ach, der Suchanek..... er wirds nie kapieren! :ROFLMAO:")


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:49 
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Hagall, post: 6652288, member: 30450 hat geschrieben:
Im Brief war die Prophezeiung, dass der Hintern vom Suchanek eventuell ein italienisch angehauchtes Auspuff-Aroma verströmen wird, und der Baphomet war höchst erfreut, diese Prophezeiung dann auch tatsächlich in allen nur irgendwie vorstellbaren rauchigen Diesel-Noten bestätigt zu finden. ..... Mungluz, Elwing und Baphomet, letztendlich alles Teile ein und der selben (und alles enthaltenden) Entität, wissen aber auch, dass die Geschichte des Suchanek ein Narkotikum enthält, dessen längerfristiger Entzug eine zu große Lernaufgabe für das Publikum darstellt. Und so kommt es wie es kommen muss.....

.... der Suchanek bewegt sich auf ein blendend weißes Licht zu, immer näher, und hört schließlich die Stimme: 'Ich kann schon den Kopf sehen!"


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:50 
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Edova, post: 6652310, member: 50598 hat geschrieben:
Und somit kommt es wie es kommen muß, der Suchanek platscht an einer Nabelschnur hängend in ein neues Leben und erfüllt dies mit einem kindlichen Greinen.
Allerdings sind nicht alle seine Errinnerungen verschwunden und er dreht sich geistig um die eigene Achse. Da spürt er den Atem eines riesigen Gesichtes, das ihn anglotzt und Hände, die ihn ergreifen und ihn prüfend abtatschen. Die Stimme von vorhin klingt ihm in den Ohren: "ja was iisser denn mit dir?"
Der Suchanek wundert sich über die Blödheit dieser Frage und will dies auch sagen, nur es kommt wieder nur das komische Greinen aus ihm heraus.
Die riesigen Hände packen ihn fangen an ihm die Schmiere von seinem Körper abzuwaschen. Ein Stimmenschwall ertönt rund um ihm und ihm wird gewahr, das viele Augenpaare ihn anstarren:" jamei, is des alieber Bua" riefen die Stimmen. Suchanek fühlte sich nicht wirklich wohl und fing wieder zu greinen an, diesmal aber viel lauter, und in einer höheren Frequenz, sodass sämtliche Gläser in der Umgebung zersprangen. Die Stimmen verstummten plötzlich und ungläubiges Staunen setzte ein.
Nur eine tiefe Stimme erklang, die Herrn Möhrmeier gehörte: " was ist das für ein ungehobelter Furz?"


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:57 
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Hagall, post: 6652917, member: 30450 hat geschrieben:
"Soso, 'ungehobelter Furz' nennst du einen dramatischen Sopran also!!!!", donnert es durch die nagelneuen Synapsensprünge des Suchanek, aber er bring nur ein weiteres "Wäääääääääääääh" hervor, immerhin wieder von Klirren gefolgt, diesmal sogar jenem der Fensterscheiben. Viele starrende Augenpaare und grapschende Hände sowie schmierige Substanzen an seinem Körper , das kommt ihm von irgendwo aus der jüngeren Vergangenheit her bekannt vor aber er kann es nicht zuordnen...... berstendes Glas dagegen erscheint ihm weniger vertraut, aber interessanter vor als seine sonstigen bisherigen Eindrücke seiner jetzt bereits knapp 3 Minuten alten neuen Inkarnation.

In den riesigen Händen dieses Ungeheuers fühlt er sich wie ein Vieh an den Zügeln eines Schlittens, was ebenfalls vertraut und aber ebenfalls nicht sonderlich anheimelnd auf ihn wirkt. Und wieder ist da eine Frau, aber genau umgekehrt zu der in seiner Erinnerung abgespeicherten Version der Geschichte WILL ihn diese befreien, hat aber im Moment eben irgendwie NICHT die Macht dazu. Eine Parallele ist hingegen das glückliche Gesicht der Frau, aber das Glück scheint hier von unschuldigerer Art zu sein, ebenso wie sein Verlangen nach Nähe zu dieser Frau.

Alles höchst verwirrend. Und furchteinflößender Mann in schwarzem Gewand mit einem abscheulich riesigen Kreuz auf der Brust glotzt vom Gang herein, während einige auf diesen Mann einreden und dabei auf den Suchanek und dann auf die die überall verstreuten Glasscherben und die leeren Fensterrahmen deuten.....


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 13:59 
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Edova, post: 6655660, member: 50598 hat geschrieben:
Als dann endlich Ruhe einkehrt in ihrem Zimmer, gibt sie Suchanek die Brust, der daraufhin selig eindüselt. Nur Kadingira bemerkt etwas eigentümliches an ihm. Es kommt ihr vor, dass Suchanek in der doch kurzen Lebenszeit gewachsen ist und ihre Ahnung sagt ihr, dass sich das in der nächsten Zeit noch verstärken wird und sie wird um ihre Entlassung aus dem Spital bitten und schleunigst in ihre Waldvilla zurück kehren. Hat den Vorteil, dass sie nächtens wieder durch die Wälder streifen kann und dass nur Eingeweihte Suchanek zu sehen kriegen. Seine Entwicklung wird rasant voran schreiten, das weiß sie ganz genau und dass sie Vorkehrungen treffen muß, damit Suchanek eine entsprechende Ausbildung bekommt als prinzlicher Nachkomme von Satanas. Und auch dass Satanas die Bekehrung des Frater Bamblophetius in die Wege leitet und ihn zu seinen Lehrmeister macht, denn die Befähigkeit dazu hat sich bei dem Vorfall mit dem Anpissen gezeigt, also die Machtgeilheit. In der Zwischenzeit träumt Suchanek seltsame Träume von einem Schlitten, mit dem er durch die Sphären saust, irgend was von einem See, wo seltsame Gestalten rauskommen die so eigenartig steif durch die Gegend schlurfen. Das läßt ungute Ängste in ihm aufsteigen und Wääääääää steigt aus seiner Kehle.
Bei seinem Greinen micht sich ein Mmmmma. Kadingira gibt ihm schnell nochmals die Brust, damit er wieder wegdüselt. Es dürfte wirken, denn Suchanek nuckelt und er sinkt wieder in einen ruhigen Schlaf.


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 14:02 
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Hagall, post: 6657072, member: 30450 hat geschrieben:
So gibt sich Kadingira also ein Weilchen ihren Waldvisionen hin, die sie zügig wahr werden zu lassen gedenkt, sobald sie etwas bei Kräften ist. Ohnehin steigt in ihr allmählich ein Hungergefühl auf, das eher den Erährungsgewohnheiten ihres schakalischen Vaters Ka Nisaureus als denen ihrer menschlichen Hippiemutter Prokreatriks Meretrizis B'lon entspricht. Sie ahnt schon, dass das wieder zu Problemen führen wird, und ausgerechnet in diesem Moment kommt auch noch die Abteilungshelferin und bringt die Menükarte, aus der der ausgehungerten Kadingira höhnisch die Wahl zwischen Spinat mit Tofu einerseits und Fischstäbchen mit Pastinakenpüree andererseits entgegenlacht. Angesichts des Suchanek will besagte Abteilungshelferin gerade in Entzückensbekundungen und Gratulationsorgien ausbrechen, da wird sie von Kadingira mit unverhohlener Geringschätzung angeherrscht: "Haben sie nichts mit Antilope? Oder Zebra? Oder verdammt noch einmal wenigstens ein paar Käfer?"
Die Abteilungshelferin will in Gelächter ausbrechen, beschließt nach einem Blick in Kadingiras Augen, das doch lieber sein zu lassen und stattdessen zu stammlen: "Ich mu... mu.... muss fragen", und läuft davon wie der geölte Blitz, wobei sie mit dem Menüwagen fast in Herrn Wichtig knallt, der, in seine Notizen vertieft, soeben aus dem Nebenzimmer heraustritt.

Als ob das nicht schon genug wäre, erscheint gleich darauf eine Krankenschwester mit schwerem Kriegsgerät und meint zu Kadingira, sie müsse ihr und dem Kind jetzt routinemäßig Blut abzapfen.
... naja, man muss kein Nick Knatterton sein, um zu kombinieren, dass die Kombination aus Kadingiras Menüforderungen gegenüber der Abteilungshelferin und einer sehr wahrscheinlichen Feststellung ihrer Halb-Schakal-DNA per Bluttest ihrem Wunsch nach baldiger Entlassung eventuell einen Strich durch die Rechnung machen könnte, ganz zu schweigen von der DNA des kleinen Suchanek.

In ihrer erneuten Panik kann Kadingira ihre Schakal-Seite jetzt aber sowieso endgültig nicht mehr zurückhalten. Ihre Verwandlung in einen Schakal geht zum Glück nicht so langwierig und schmerzhaft wie in diversen läppischen Werwolf-Filmchen dahin, sondern eher professionell ruck-zuck Marke "Bezaubernde Jeannie". Ebenso ruck-zuck geht es dadurch auch mit der Bewusslosigkeit der Krankenschwester, ohne mühsam anschwellendes Entsetzen, allerdings leider doch auch nicht ohne einen spitzen Schrei vor dem Einsetzen der Bewusstlosigkeit. Der kleine Suchanek hingegen kichert völlig hingerissen angesichts Mamas lustigen Zaubertricks.

Aufgeregte Stimmem nähern sich am Gang, und der kleine Suchanek freut sich schon darauf, dass die ganzen medizinischen Onkeln und Tanten gleich sehen werden, was seine Mama für Kunststücke drauf hat. Aber in diesem Moment erwacht der immer noch vor dem Bett herumkugelnde Frater Bamblophetius aus seiner gnädigen Ohnmacht, genau rechtzeitig um als ersten Eindruck nach dem Aufschlagen seiner Augen die Verwandlung eines Schakals in einem Krankenhausbett in eine Frau mit dem Aussehen von Anfang/Mitte 30 mitzuerleben, und ein ihm ebenso schon bekanntes neugeborenes Kind, das dieser Verwandlung begeistert applaudiert und außerdem gut 10 cm größer ist als vor eine halben Stunde. Der wehrhafte Trist Bamblophetius weiß, dass hier rasches Handeln gefragt ist und greift nach seinem riesigen Holzkreuz, um Sofortmaßnahmen gegen den antitristlichen Säugling und seine durchtriebene Mutter zu treffen. Doch er wird selbst getroffen, und zwar von einem direkten Blick aus den putzigen Babyaugerln des kleinen Pampaletschs in seine eigenen Augen.

Im nächsten Moment sieht Kadingira den Herrn Frater auch schon vor ihrem Sprößling knien und schwören, dieses Kind auf ewig vor aller Unbill zu beschützen, und koste es ihn auch das Leben. Und anstatt den kleinen Antitristling durch Taufe vom vorgezeichneten Weg abzubringen, wird der Frater jetzt selbst vom Suchanek urinös getauft, und zwar schon zum zweiten Mal innerhalb einer halben Stunde, sehr zu Kadingiras Erheiterung. Diesmal allerdings lässt er den goldenen Strahl in Ehrfurcht und demütiger Dankbarkeit auf sich herniedergehen.

Da stürzt die Abteilungshelferin ins Zimmer, gefolgt von Ärzten, Krankenschwestern, OP-Reinigern, Psychiatern, Polizei, Militär und den Klosterschülern des Bamblphetius und zeigt auf Kadingira: "Das ist sie! Die da! Die wollte Antilope und Käfer zu essen!" Zwangsjacken, Kameras, Gewehre, Pfähle, Spritzen, Kreuze und Diktiergeräte werden in Anschlag gebracht, doch der allmächtige Oberstabswachtvizekardinal Frater Bamblophetius in seiner uringetränkten Ordensrobe gebietet den Eindringlingen mit unwiderstehlich gewinnendem Charme: "Dann bringen sie ihr verdammt noch einmal Antilopenfleisch und Käfer! SOFORT!"

Diensteifrig machen sich sämtliche versammelten Berufsgruppen inklusive der eben noch bewusstlos gewesenen Krankenschwester sofort auf Antilopen- und Käfersuche, jeder will als erster die Gunst des allmächtigen Oberstabswachtvizekardinals erlangen. Dabei erweist sich die Zimmertür als hinderliches Nadelöhr und alle fallen übereinander, was den kleinen Suchanek endgültig zum Kreischen vor Begeisterung bringt.

Der Befehl von Bamblophetius verbreitet sich wie ein Lauffeuer, und so befinden sich bald alle Spitalsangestellten und auch sämtliche noch gehfähigen Patienten auf dem Weg zum Lidl oder zum Billa, um die Regale nach Antilopen- Zebra oder Käferfleisch zu durchforsten. Kadingira lässt den Bambophetius mit untertonlastiger Honigsüße wissen: "Und was dich betrifft: Wenn du nicht selbst gleich als Käfer gelten willst, dann bringst du uns jetzt ganz ganz hurtig in die polaren Saharawälder zu meiner Villa."


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 14:04 
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Hagall, post: 6657135, member: 30450 hat geschrieben:
Also, falls jemand vonNetflix mitliest :D:
Der Suchanek ist in seiner neuen Inkarnation der Antitrist, Sohn des Baphomet (den manche Zeitgenossen Luzifer nennen) und des Schakals Kadingira, die aber auch menschliche Gestalt annehmen kann (weil sie eine menschliche Mutter hat). Kurz nach seiner Geburt hat der Suchanek im Spital bereits Gläser und Fensterschrieben in Scherben geschrien, dann ist ein Pfaffe aufgetaucht, dem er das Trommelfell zerschrien und ihn angepinkelt hat, bis der bewusstlos war.

Dann war ein Beamter bei Kadingira und hat in einer etwas umständlichen Prozedur den vorläufigen Namen des Babys aufgenommen.
Kadingira will mitsamt dem Suchanek endlich weg aus dem Spital und zurück in den Wald, damit der kleine Suchanek (der aber erstaunlich schnell wächst und außerdem immer wieder von Flashbacks aus seinem vorigen Leben sekkiert wird) geschützt ist und auf seine Aufgaben vorbereitet werden kann. Und den Pfaffen will sie auch umdrehen und mit ins Boot kriegen.

Dann hat sie auch noch Hunger, aber es gibt im Spital nix brauchbares (keine Antilope o.ä., was einem Schakal halt so schmeckt), weshalb sie sich mit der Abteilungshelferin anlegt.

Dann will eine Krankenschwester ihr und dem Suchanek Blut abnehmen, aber Kadingira hat kein Interesse daran, dass man anhand ihrer DNA diese Schakal-Sache rauskriegt. Sie verwandelt sich aber vor lauter Panik trotzem in einen Schakal und die Krankenschwester wird bewusstlos. Der Pfaff dagegen wacht genau während ihrer Rückverwandlung in einen Menschen wieder auf und wird vom Suchanek per Augenzauber gefügig gemacht und dazu gebracht, alle wegzuchicken und Antilopen(oder Käfer-)fleisch zu bringen. Jetzt ist der Weg frei, damit Kadingira mit dem Suchanek und dem Pfaffen abhauen kann.

Dürfte in wenigen Bildern darstellbar sein. :D Und wie man sieht, auch in vergleichsweise wenigen Worten. Allerdings macht mir das blöderweise keinen Spaß ;)


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 14:05 
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Edova, post: 6657180, member: 50598 hat geschrieben:
Frater Bamblophetius setzt diesen Befehl von Kadingira sofort beflissentlich um und bringt die beiden hurtig in die Waldvilla, wo sie schon von Ka Nisaureus und Prokreatriks Meretrizis B'lon, den Eltern von Kadingra, erwartet werden, die sich schon riesig auf ihren Enkel freuten. Dort angekommen gibt es ein Willkommensfest für die beiden und es wird der Tisch reich gedeckt für Kadingira mit allem, was so einem Schakalwesen geschmacklich erfreut. Mittlerweile ist Suchanek wieder ein Stück gewachsen und kann schon auf wackeligen Beinen durch das Haus stromern, Bambophetius im Schlepptau, der devot aufpasst, dass Suchanek sich nur nicht verletzt, wenn er mal auf dem Po landet. Auch Maaaama kommt ihm schon überdie Lippen. Allerdings dürfte er zu scherzhaften Aktionen neigen, denn er erwischte den Schwanz vom Schakalopa und der mußte ihn dann durchs ganze Haus ziehen. Bambophetius der durch dieses durchs Haus ziehen und seinem beschützerhaften Nachlaufen sich öfters in seiner Kutte verwickelt und dann auf dem Boden landet, was den Suchanek sehr erheiterte und ihn gurgelnd lachen hellauf kichern ließ. Als Suchanek endlich erschöpft ins Heiabettchen sank, meinte Prokreatriks Meretrizis B'lon, dass morgen ein ansterngender Tag für die beiden sein wird, denn Besuch hat sich angesagt, das Rudel von Ka Nisaureus und die Hippiefreunde der Mutter werden eintrudeln um die die Ankunft der beiden zu feiern und zu beschenken, wie es in solchen Kreisen eben üblich ist. Somit gingen alle in die nächtliche Ruhe, auch Bambophetius rollte sich in einer Ecke auf ein Lager erschöpft zusammen, wie ein braves Hündchen. Nur Ka Nisaureus wollte noch in den Wald um zu jagen.
Der kleine Antitristling träumte sonderbare Sachen, von Sternenmilch und Pudelkatzen, die sich an ihn reiben, was ihn maßlos verwirrte im Traum.
So lustig der Tag für ihn geendet hat, so alpträumig setzte er sich fort.


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 14:15 
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Hagall, post: 6658872, member: 30450 hat geschrieben:
Am nächsten Tag aber trifft sie ein, die bunte Verwandt- und Bekanntschaft, und es wird sich zeigen, ob sie den Suchanek seine Albträume vergessen lassen werden.... oder ihn dazu bringen, sich die Albträume der Nacht zurückzuwünschen gegenüber den verzuckerten Küssen des Tages.

Als erstes sind Kadingiras väterliche Verwandte da, also der ehrenwerte Clan der Schakale, die ihre schakalische Identität in Namen gemeißelt haben, um nicht für Füchse gehalten zu werden.

Angeführt wird der Haufen von Kadingiras Opa Schakksch Irak, einem etwas unzugänglichen, machtbewussten und daher überaus beliebten Zeitgenossen. Seine Frau (T)schäkkie Can Nedi steht ihm in Machtgier und Skrupellosigeit in nichts nach, ist aber hinterfotziger und daher sogar noch etwas beliebter als er.
Ihnen folgen die 3 Söhne: der verträumte und musische Schakk Offenbach, sowie die beiden jüngeren, (Sc)hag All und Schakk Dö Molej. Beide letzteren legen es ab und zu gern darauf an, nicht verstanden zu werden, wie man eventuell bereits an ihren eher komplexen Namen merkt.

Sie haben ein paar Spielsachen für den kleinen Suchanek mitgebracht, in erster Linie Lego aus Knochen und Zähnen, außerdem ein Schachspiel für null- bis zweijährige, mit den Figuren Spinne, Zombie, Kakerlak, Königskobra, Balrog, Erzengel Gabriel, Goliath, Pinocchio und knallroter Autobus.

Kadingira bekommt eine eine Schatulle voll ausgestochender Elfenaugen als Schmuck für ihre Krone, und Suchaneks Vater mal wieder ein paar Seelen, aber er lässt sich eh wie üblch trotz seiner Allgegenwärtigkeit nicht blicken.

Die Schakale sind sehr gesprächig, aber von der Reise etwas ausgehungert und daher nur mit Mühe davon abzuhalten, dem Haussklaven Bamblopthetius beide Ohren abzukauen. Eines allerdings erwischen sie, was dem kleinen Suchanek wiederum sein ninreissendes Kinderlachen entlockt. Bevor auch das zweite Ohr von Bamblophetius dran glauben muss, verspricht Kadingira den Schakkies gerade noch rechtzeitig, dass ihre mütterlichen Verwandten eh bald eintreffen und für Verpflegung sorgen.

Und tatsächlich, nur kurze Zeit später klingelt es penetrant, denn die Haare und Bärte der Hippiefreunde von Kadingiras Mutter sind voller Glöckchen, Fahrradklingeln und Telefone. Eine große bekiffte und belämmert dreinschauende Schar sind sie, und sie und kommen kaum voran, da sie alle Waldtiere von Weltfrieden, Veganismus und Dreirädern überzeugen wollen. Sie führen aber auch eine Menge lebendiger Antilopen, Zebras und Käfer mit sich, da Kadingira sie liebevoll ersucht hat, diese als Haustiere und Spielkameraden für ihr kleines Herzipinki Suchanek mitzubringen. Dass Kadingira dabei ziemlich gesabbert hat, hat ihnen nicht weiter zu denken gegeben, denn alles ist gut und voller Licht, Harmonie und Batik-Mandalas.

Ihnen voraus zieht eine etwas kleinere und deutlich lebhaftere Meute, allen voran Edita Fairwhile Stuberova, die punkige Tante von Kadingira (irgendwie hat Kadingira ihre Tante eh immer kuhler gefunden als ihre Mutter), und in ihrem Schlepptau befinden sich Vivienne Westwood, Maria Stuart, Morgaine LaFay, Alexis Colby, Fatima Blush, Erzsebet Batori, Sid Vicious, Hagen von Tronje, Sheldon Cooper, Mike Tyson, Kowski, Missionar Knott und Pumuckls uneheliche Nichte Klara Klabauter.

Sid Vicious, Hagen von Tronje und Mike Tyson treiben einander in einem Moshpit gegenseitig mit Fäusten, Ketten, Heroinnadeln und blankem Stahl an, während Kowski um sie umkreist und mit Knallfröschen bewirft, und Knott ihnen den heiligen Krieg bis zum Tode predigt.
Die Damen der Runde tauschen sich entspannt, wertschätzend, einfühlsam und umbeschwert lachend über Mascara, Zahnschleifmethoden, Blutgruppen, Haarnadeln und Zyankali aus.

Die Gaben dieser illustren Runde an das kleine Sucherl-Mausizahndi sind Gold, Weihrauch, Myrrhe und einige ziemlich große Fässer voller Schokoeis.

Endlich sind alle versammelt. Die Vertreter von Amnesty International, Rotem Kreuz und Pädagogengewerkschaft ziehen sich zurück und hinterlassen dabei eine Staubwolke, die sich erst nach mehreren Stunden zu senken beginnt. Die Party kann losgehen.


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BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2020, 14:17 
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Edova, post: 6659222, member: 50598 hat geschrieben:
Die Party entwickelt sich zu einem orginellen Treiben der verschiedenen Gästen, komischerweise verschwanden die Antilopen und Käfer still und leise und niemand wußte warum, nur einige Schakale schleckten auffällig ihr Maul ab. Doch auch das machte den Gästen nicht viel aus und die meisten tanzten und trollten einhellig mit den gegensätzlichen Gästen. Nur Edita Fairwhile Stuberova und Halloki von Throndland und Kowski unterhielten sich intensiv und warfen dauern besorgte Blicke auf Suchanek. Was wird mit ihm wohl passieren und wie wird seine Entwicklung fortschreiten, werden ihn seine unbewußten Errinnerungen den Weg weisen, nicht ins Antschristentum zu verfallen? Oder wird er wachsen zum Tier und diesen Trottel von der Westside unterstützen und die Welt ins Ungewisse treiben?
Die offensichtlich Weisen dieser bunten Gruppe zermarteten sich das Hirn, wie die Finsternis der Welt aufhalten und die Bewohner trotz erheblichen Unterschieden zu all akzeptierten Wesen zu vereinen. Und wie wird der Vater Suchis das gustieren oder kommt die große Strafverfolgung für alle Wesen dieser Welt?
Halloki und Kowski sind sich einig, dass es extrem schwierig werden wird. Suchis Wachstum schreitet gewaltig voran und er ist bei weiten kein Kleinkind mehr, sondern eine schelmische Rotznase, die den Bamblopthetius zu allerlei halsbrecherischen Kunststücken zur Vermeidung eines Unglücks Suchaneks herausforderte.
Edita Fairwhile Stuberova und Halloki von Throndland und Kowski beschlossen sich zu einem Geheimbund zu formieren um die Gehschehnisse zu beobachten und gegebenenfalls einschreiten zu können, denn diese drei sind nicht zu unterschätzen in ihrem Können.


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BeitragVerfasst: Mo 20. Jan 2020, 11:01 
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Hagall, post: 6661277, member: 30450 hat geschrieben:
Erstes Projekt des neuen weisen Geheimbundes ist die geheime Namensfindung. Da sie zu dritt sind, liegt sowas die "Die 3 Weisen" nahe - noch dazu wo die Stuberova-Gang ja bereits Gold, Weihrauch, Myrrhe und Schokoeis abgeliefert und sich dadurch ein biblisches Ausmaß an Glaubwürdigkeit aufgeladen hat. Kowski und Halloki rufen wie aus einem Mund "Ich mach den Kaspar!!!", was ihnen einen strafenden Blick von Edita einbringt. Diese hat die Rolle des Kaspar nämlich ebenfalls sich selbst zugedacht.

Kowski will auf keinen Fall Balthasar sein, weil er den Namen seit "Charmed - Zauberhafte Hexen" hasst. Er steht nämlich auf Phoebe und sieht Balthasar daher als Rivalen. Editas Einwand, dasss er als Balthasar vielleicht bei Phoebe landen könnte, weist er barsch und trotzig zurück.

Halloki will auf keinen Fall Melchior sein, weil er um seine nordische Blässe fürchtet und und außerdem als Kind einem Sternsinger namens Melchior 3 seiner Vanillekipferln geben müssen hat.

Edita will weder Melchior, noch Balthasar sein, weil sie schon sieht, dass sie in beiden Fällen den Feindseligkeiten jeweils eines ihrer beiden Mitstreiter ausgesetzt wäre.

Somit wird dieser Punkt vertagt. Die 3 geheimen Könner schicken sich an, sich vorerst wieder unauffällig unters Volk zu mischen und einander dabei auffällig zuzuzwinkern....

.... aber sie kommen nicht weit.

2 der Schakale sind nämlich bereits die ganze Zeit geheim um sie herumgeschlichen, nämlich die beiden bereits erwähnten Brüder (Sc)hag All und Schakk Dö Molej.
Molej scheint zu Edita Stuberova einen geheimen und einzigartigen Draht zu haben. Was auch immer er auf schak(k)alisch von sich gibt, sie scheint es problemlos zu verstehen.

Bei (Sc)hag All und Halloki ist es noch krasser, die scheinen irgendwie überhaupt die gleiche Person zu sein. Also nicht 2 Seelen in einem Körper, sondern eine Seele in 2 Körpern,einem schakalischen und einem menschlichen. Einerseits der Traum jedes Zwillingsgeborenen, andererseits vielleicht auch eine Angelegenheit, von der nicht alle erfahren brauchen - vor allem Kadingira nicht, die (zumindest offiziell) ja immer nur entweder Mensch ODER Schakal sein kann. Halloki will sich nicht allzu dringend den Neid einer Frau zuziehen, die den Leibhaftigen um den Finger gewickelt und vernascht hat. Andererseits dämmern ihm 2 Ahnungen. Nämlich erstens, dass dem Leibhaftigen - und damit vermutich auch Kadingira - sowieso nichts entgeht. Und zweitens, dass besagte Kadingira eventuell noch deutlich mehr als diese 2 Erscheinungsformen haben könnte.

Die Party nimmt einstweilen immer ausgelassenere Formen an. Hagen von Tronje hat angefangen, ein paar Fässer des riesigen Schokoeis-Hortes zum Spaß in den naheglegenen See zu werfen. Sid Vicious hat einem Hippie eine Fahhradkette entwendet und ihn dadurch zum Weinen gebracht. Sid rennt jetzt kettenschwingend durch die Reihen der Hippies, doch diese machen keine Anstalten, ihm die Kette wieder abzujagen, sondern erbitten stattdessen erfolglos einen Heilkreis für ihren heulenden Leidensgenossen. So wird es stattdessen ein Heulkreis.

Alexis Colby, Fatima Blush und Erzsebet Bathori zerkratzen einander gegenseitig im Schlamm Augen und Arme, nachdem sie znächst noch gemeinsam Frater Bamblophetius an einen Baum gefesselt hatten, dann aber uneinig waren, was denn jetzt der weitere Plan sei. Erzsebet wollte in seinem Blut baden, Fatima wollte ihm eine lebendige Schlange als Schal verpassen, während Alexis schon zufrieden gewesen wäre, ihn der Welt als ihren verlorenen Sohn Adam zu verkaufen.

Hagen von Tronje (plötzlich von einem alten Treuepflichtgefühl gegenüber ungarischen Fürst(inn)en erfasst), eilt herbei und bietet Erzsebet seine Hilfe an - allerdings unter der Bedingung, dass sie später bei ihrem Bad im Blut eine Stelle auf ihrem Rücken mit einem Blatt bedeckt. Die nicht ganz uneitle Erzsebet reagiert auf diesen Vorschlag jedoch prompt mit dem Autofahrergruß.

So wendet sich Hagen eben wieder seinem Spaß mit den Schokoeis-Fässern zu, schmeisst weitere davon in den See, was zunächst alle sehr lustig finden...... bis ein gellendes, hysterisches und höchst zickiges "WÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH" die Party mit einem Mal zum Stillstand bringt.

Der Suchanek springt verzweifelt brüllend von einem Bein aufs andere und plärrt: "NICHT IN DEN SEE! NICHT IN DEN SEEEEEEEEEEEEEEEEEE! Sonst kommen sie zurück, als Schokoeis-Zombies, und dann tun sie mir wääääääääääääh!"

Die Aufmerksamkeit der 3 Weisen wendet sich plötzlich deutlich von ihren Schnapsgläsern ab. Da sie vor kurzem in einer schamanischen Schwitzhüttensitzung die vorige Inkarnation des Suchanek erkundet, haben, sind sie zwar keineswegs überrascht von der Heftigkeit seiner Reaktion - aber dass der Suchanek von einem Moment auf den anderen zu sprechen begonnen hat, trifft sie doch unerwartet.
(Und sie sollten schon sehr bald Zeugen von noch mehr bemerkenswert schnell zutage geförderten Fähigkeiten des Suchanek werden - wiederum dank Hagens nicht ganz freiwilligem pädagogischen Talent)

Der inzwischen befreite Bamblophetius versucht den Suchanek zu beruhigen, und zwar mit den zweifellos sehr tröstlichen Worten: "Wir sind doch hier nicht bei 'Friedhof der Kuschelfässer' " Aber der Suchanek beisst ihn ins Bein und rennt dann auf Hagen zu, in der festen Absicht, nötigenfalls auch den ins Bein zu beissen oder ihm eine auf sein verbliebenes Aug zu geben.

Hagen verkennt die Gefahr, in der er sich befindet, lacht und wählt dann überaus ungeschickt und treffsicher die für ihn verhängnisvollen Worte: "Entspann dich, Kleiner! Ist doch nur Spaß! Ohne Spaß wär das Leben doch TRIST! Sei kein Tristling!"

Na mehr hod er ned braucht, der Tronje. Der Suchanek starrt ihn mit einem Blick zu Boden, der den meisten Anwesenden das Blut gefrieren lässt. Seelenruhig verkündet der Suchanek: "Der Spaß hat gerade erst angefangen."
..... Kadingira nimmt Fatima Blush und Erzsebet Bathori beiseite: "Ich denke, die Schlangennummer und das Bad können wohl doch noch stattfinden. Aber nicht gleichzeitig, sondern NACHeinander, meine Lieben. Und meine Schakalsverwandten kriegen sogar auch noch ein kleine Nachspeise."
Und in ihrem Herzen ist sie unfassbar stolz auf den Suchanek, bedauert es aber doch auch ein bisserl, dass er gar so schnell groß wird.

Eine Stunde später steht Hagens Seele nackt vor Suchaneks Vater. Irgendwie fühlt er sich bei dessen Anblick nicht ganz unbeschwert, trotz soeben (wieder einmal) erworbener Schwerelosigkeit. Der Hörnerlord grinst ihn an: "Na, war Kriemhild nicht doch angenehmer als Fatima? Eben, dachte ich mir. Naja, ich nehme an, Hel und Loki waren im Endeffekt auch angenehmer als ich. Aber du wolltest es ja unbedingt nochmal wissen."

Auf der Party bestellen einstweilen die 3 Weisen Edita, Kowski und Halloki die fünfte Runde Schnaps. Und dann die sechste.


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BeitragVerfasst: Mo 20. Jan 2020, 12:50 
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Edova, post: 6661346, member: 50598 hat geschrieben:
(Sc)hag All und Schakk Dö Molej stehen mit strafendem Blick vor den drei Weisen und schmeißen die Schnapsgläser mit Wucht gegen die Wand.
Vor allem Schakk Dö Molej läßt seine grünen Augen gefährlich aufblitzen und maßregelt die drei. " Vergeßt nicht, dass ihre eine Aufgabe habt, nämlich Suchanek mit Hilfe des Gehörnten auf seinen vorgegeben Weg zu begleiten und Kadingira, wie ihr wohl schon mitbekommen habt, die die große Mutter allen Seins ist und selbst Satanas ihr gehorchen muß, zu unterstützen um Suchi, die große Hoffnung der Dschummsenwelt, der ja wohl dem großen Prophetentum zugeführt werden muß. Beschämt blicken die drei zu Boden und werden sich dessen wieder bewußt und atmen tief durch. Suchi ist dabei ein Bein zu finden, in das er herzhaft reinbeißen könnte, offensichtlich bleibt da nur der Bamblopthetius übrig, den er aber nur mit Grausen beißen will, denn sein devotes Gehabe ihm nicht wirklich schmeckt.
Der Gehörnte faltet in der Zwischenzeit die Seele von Hagen zu einem klebrigen Batzen zusammen und füttert damit die hungrigen Schakale, die den Leckerbissen dankbar aufschlecken wie ausgehungerte Zonbies.
Suchaneks Selbstsicherheit wächst und er wandelt zum See und geht problemlos übers Wasser und sammelt die zuckersüßen Schokozombies ein und bringt sie zu Kadingiras Mutter, die sie zu einem Schokoriegel einschmilzt. Befriedigt durch sein Tun geht Suchi in die naheliegende Wüste um dort zu fasten und sich vorzubereiten, was so alles nun auf ihn zukommt.


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BeitragVerfasst: Sa 25. Jan 2020, 21:24 
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Hagall, post: 6665212, member: 30450 hat geschrieben:
Da meditiert er jetzt vor sich hin, der Suchanek, in der polaren Sahara. Mal im Kopfstand, mal im Handstand, mal im Hodenstand. Tagelang, Wochenlang. Die Sonne brennt unablässig auf ihn hernieder, und er müsste längst kohlrabenschwarz sein. Aber das weiß er nicht. Und daher ist seine Haut wie am ersten Tag. Nicht einmal ein Ansatz von rot ist zu erkennen, denn auch das hat ihm niemand gesagt, nicht einmal Nanny Bamblophetius. Aber ansonsten ist ein guter Bub und ruft jeden Abend die Mama an, obwohl der Empfang hier draußen ein bisserl mickrig ist.

Das Meditieren gefällt ihm, denn es erscheinen ihm schöne Dinge wie zum Beispiel ein leidenschaftlicher Kuss der Schlange Jormundgandr, die Schlacht von Waterloo, die Supernova der Betelgeuse sowie ein Häferl Bulgur mit Heidelbeerjohurt. Das Supernova-Ding erinnert ihn irgendwie den Auspuff eines Maserati, aber er weiß nicht warum. Schließlich kennt er ja gar keinen Maserati.

Die 3 Weisen sind unterdessen besorgt, weil der Suchanek so lang weg ist.
Kowski befragt den Bamblophetius. Dieser gibt zwar an, den Bengel auch schon zu vermissen, hält sich aber hauptsächlich jammernd das Bein.

Halloki started eine Umfrage unter den Schakalen, Hippies und sonstigen Waldtieren, wo der Suchanek ihrer Meinung nach sein könnte.
Das Ergebnis lautet:
23% "Ihm fehlt halt ein Papa, deshalb hat er sich davon gemacht. Aber von mir hast du das nicht! Und bitte kein Wort zu Kadingira!"
20% "Ja, er ist wirklich entzückend, der Kleine. Ganz der Papa!"
18% "Ich werde die Engelkarten befragen."
14% "Hast du Papers?"
11,5% "Du solltest Veganer werden"
7,6% "Bist du eine Antilope?"
3,9% "Bist du ein Käfer?"
1,8 % "Ich hab die Engelkarten nach dem Suchanek befragt und sie sind in Flammen aufgegangen."
0,2% "Ich weiß es leider nicht, ich mach mir auch schon Sorgen."

Edita erwägt, ihre Position als Autoritätsperson (Tante) bei Kadingira geltend zu machen und von dieser Informationen zum Verbleib ihres Sohnes zu fordern. Je näher sie dem drachen-, wolfs- und totenkopfverzierten Palast ihrer Nichte kommt, um so mehr schleichen sich aber Zweifel an diesem Vorhaben in ihr Herz, sodass sie schließlich nach dem Anklopfen wie ein ungezogenes Kind davonlaufen will, aber zu spät.
"Wohin denn so eilig, Tantchen?"
Als Edita sich umzudrehen beginnt, meint sie den Bruchteil einer Sekunde lang , dort in der Tür das antike Rom stehen zu sehen in all seiner Macht, Pracht, Ausschweifung und Dekadenz.
Nach Vollendung ihrer Umdrehung ist es dann aber doch ihre Nichte in einem scharlachroten Kleid, die dort steht und sie freundlich anlacht. "Wolltest wohl die Rollen tauschen und dich rächen für die vielen Male, wo ich das früher bei dir gemacht hab, HA? : )))"
Edita aber hat noch leicht wacklige Knie. Zu ihrer Erleichterung kommen Kowski und Halloki in diesem Moment angetrabt.
Edita flüstert "Große Mutter allen Seins" was Kadingira zum Lüpfen der Augenbrauen bewegt:" Also 'die Große' heiße ich tatsächlich in manchen von diesen amüsanten Offenbarungen und Prophezeiungen, aber 'Mutter allen Seins' wäre ein neues Label - wenngleich eines, das mir gefallen könnte. Würde gerade noch so dazu passen. Aber was red ich da.... kommts doch jetzt einfach mal rein auf einen Eierlikör!"
Das Wort "Eierlikör" lässt dann doch alle Hemmungen sehr schnell in Vergessenheit geraten. Edita und Halloki schauen sich noch schnell gründlich um, ob eh nirgends ihre Anstands-Schakale herumschleichen, dann schlüpfen sie hinter Kadingira und Kowski in den Palast.
Viel aufschlussreiches gäbe es da zu sehen. In allen Räumen sind nämlich Unmengen von Spiegeln angebracht, und in diesen Spiegeln lodert wahrhaft Bemerkenswertes auf, sobald Kadingira an ihnen vorüber schreitet. Von Beltane-Fruchtbarkeitsritualen und nordischen Seidr-Zeremonien über Sodom und Gomorrah bis zu tanzenden Haribo-Gummischlangen in allen Geschmacksrichtungen ist alles und noch mehr vertreten. Aber leider haben unsere 3 Weisen schon vor dem Trinken nur noch Eierlikör im Sinn und bekommen deshalb von all dem genau null und nichts mit.

Auf allen Vieren (also insgesamt auf allen Zwölfen) verlassen die 3 Weisen eine knappe Stunde danach Kadingiras bscheidenes Heim. Über den Aufenthaltsort des Suchanek haben sie nichts erfahren, aber beim Würfelpoker ihre Schuhe verspielt. Die Anstandsschakale Schakk dö Molej und (SC)Hag All sind nicht einmal irgendwo in der Nähe.
So stolpern sie vorwärts und oft auch übereinander, letzteres aber ohne Hintergedanken.
Halloki bleibt in einem Brombeerstrauch stecken und jammert danach wehleidig über Blut am ganzen Körper, obwohl ihm eigentlich nur der Brombeersaft aus dem Maul geronnen ist.
Edita rammt ein herabfallendes Birkenblatt und erklärt daraufhin den anderen, dass der Zusammenprall mit dem Halley'schen Kometen doch wohl ein untrügliches Zeichen für die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges ist.
Kowski allerdings taumelt blindlings in Pumuckls uneheliche Nichte Klara Klabauter, die ja mit ihnen zusammen zur Feier gekommen ist (wie natürlich alle Mitlesenden noch ganz genau wissen). Er haut sich dabei das Ohr an, beginnt zu weinen, und die anderen beiden solidarisieren sich gleich überaus tränenreich. Sie klagen Klara ihr ganzes Unglück und dass anscheinend ein Fluch auf ihnen lastet. Anders ist es ja nicht erklärbar, dass sie trotz ihrer Weisheit nichts über den Verbleib des Suchanek herausbekommen haben.

Klara schaut sie schief an und meint dann: "Ich kenne keinen Suchanek. Weiß nicht was hier immer wieder alle mit diesem Typen haben, alle reden von dem. Wird wohl wieder so ein Fußballer sein, auf den alle abfahren. Ein Glück, dass wenigstens MEIN Hirn nicht von solchem Dumpfbackenzeug zermatscht ist.
Aber ich kann euch immerhin was lustiges erzählen. Vor ein oder zwei Wochen bin ich diesem Freak da begegnet. Edita, ich glaub, das ist eh der Sohn von deiner Nichte, oder? Na jedenfalls der Verrückte, der am See diesen Fässerschmeisser zu Boden gestarrt hat.
Da hinten, genau in der Richtung aus der ihr kommt, da bin ich ihm begegnet. Der hat zu mir gesagt, dass er jetzt in die Wüste geht und dort meditiert, weil ihm seine Mama eingeredet hat, dass das geil ist. Naja, ich hab ihm natürlich kein Wort geglaubt, obwohl solchen Spinnern ja alles zuzutrauen ist. Hab ihm gesagt, er soll mich nicht anmachen wenn ich grad meine neue Wimpern-App ausprobier. Dann hat er mich komisch angeschaut und mir ist schlecht geworden. Sicher von den vielen Lindor-Kugeln, die ich 2 Tage davor gegessen hatte. Während ich am Kotzen war, hat er irgendsowas wie "Nächstes Mal kannst du dir deine falschen Wimpern von der Wand kratzen" gefaselt. Was für ein Nerd! Hat mich VOLL abgetörnt. Aber DER fällt keinem auf, alle reden nur von irgendeinem Suchanek. Naja gut, ihr ja auch. Ich glaub ich halt mich besser fern von euch. Eine muss ja hier klaren Kopf bewahren und noch irgendwie was checken."

Nach dieser Begegnung fühlen sich Edita, Kowski und Halloki klug und nüchtern wie selten zuvor, machen sogleich kehrt, folgen aber in sicherer Entfernung zu Kadingiras Palast der Markierung in Richtung Wüste.

Ohne Schuhe ist das gar nicht einmal so amüsant, und Kowski versteift sich bald auf den Gedanken, dass sie doch lieber den Bus nehmen sollten.

Der Wüstenbus fährt nur ein mal in der Woche, aber das ist zum Glück genau am Samstag, und so ergattern sie gerade noch die letzten 3 der 44 Plätze. Der Rest ist von Ali Baba und den 40 Räubern besetzt, die sich im Wald verlaufen haben und alleine nicht mehr zurück in die Wüste gefunden hätten. Den 40 Räubern ist das außerordentlich peinlich und sie wollen nicht erkannt werden. Daher schenken sie den 3 Weisen einen Sack Silber, einen Jahresvorrat Stützstrümpfe und 3 Paar Eislaufschuhe. Eben alles, was man in der Wüste so brauchen kann.

Nach mehreren Stunden Fahrt (bei denen einige sehr liebevoll errichtete Sandburgen dran glauben müssen), wagt Edita die alles entscheidende Frage: "Wo müssen wir eigentlich aussteigen? Im Haltestellenverzeichnis steht nix vom Suchanek." Alle 3 geraten in Panik und fragen die 40 Räuber, ob die wissen, wo genau in dieser Wüste Suchaneks Meditationspolster stationiert ist. Das verschlimmert die peinliche Situation der Räuber noch, denn diese haben keine Ahnung. Sie bieten den 3 Weisen als Entschädigung ein Flascherl Psychopax-Tropfen an, über das sie die 3 sogleich gierig hermachen wollen.
Aber dazu kommt es nicht, den im nächsten Moment fliegen dank einer Vollbremsung alle 45 Insassen (also auch der Fahrer) des Busses wild durcheinander, übereinander, dann auseinander und schließlich durch die offenen Fenster aus dem Bus, der anschließend in seine Einzelteile zerfällt.
Der Fahrer murmelt verlegen: "Tschulligung. Aber da vorn ist eine rote Ampel, die hab ich fast übersehen.

Tatsächlich ist vor ihnen ein grellrotes Leuchten zu sehen, das sich bei näherer Betrachtung dann aber doch nicht als Ampel entpuppt. Vielmehr ist es das Mal hinter Suchaneks Ohr, das wie wild pulsiert, blinkt, hüpft, leuchtet und läutet.

Mit letzter Kraft schleppen sich die ehemaligen Insassen des ehemaligen Busses in Richtung Suchanek.
Natürlich sind beim Bremsmanöver alle vollkommen unverletzt geblieben - sehr zum Ärger der Geier in den Lüften. Diese waren ziemlich scharf, sich mit ihnen die Bäuche zu füllen und gehen jetzt dazu über, aus Frust stattdessen ihre Gedärme auf sie zu entleeren.

Als einziger vom Exkremente-Schauer verschont bleibt natürlich der Suchanek. Dieser weicht trotz geschlossener Augen höchst kompetent jedem einzelnen Kackspritzer aus. Er befindet nämlich sich auf einer schamanischen Reise und ist dort soeben seinem Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-UrUr-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ahnen Kain Schenira (oder jemandem, der so aussieht) begegnet, dem Sohn von Kadingira und dem schwarzen Drachen, die ihn aber Adam und Eva untergeschoben haben.
Der egozentrische Eifersüchtler Kain (der ein wenig unauthentisch wirkt) scheint seinen alten Gewohnheiten treu geblieben zu sein und versucht dementsprechend, den Suchanek durch den schamanischen Kanal hindurch mit Steinen zu bewerfen.
Der Suchanek ist aber halt nicht so auf der Nudelsuppe dahergeschwommen wie der Abel. Irgendwann gehen dem Kain-Darsteller die Steine aus (und den Geiern die Scheiße), und er (der Möchtegern-Kain) plärrt:"Sie benutzen dich nur! Es ist immer das Selbe! Und ich bin dann wieder der Trottel!"

Dem Suchanek reicht es. Er klappt den Deckel auf den schamanischen Kanal und denkt sich: "So ein Vogel, der alte Jehova. Gibt sich als Kain aus, um mir Sachen zu erzählen, dir mir die Mama schon vor Tagen als Gutenachtgeschichte vorgesungen hat. Wieder einmal nur Kasperln unterwegs heute."

Erst als er die Augen aufschlägt, wird ihm klar, wie recht er vor allem mit dem letzten Satz gehabt hat. 45 absurde Gestalten kauern rund um ihn und versuchen, sich den angetrockneten Geierkot aus dem Gesicht zu schaben. Dabei rezitieren sie das Mantra: "Herr Suchanek Antitristus, erbarme dich unser und lass uns deine Armee sein!"


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BeitragVerfasst: So 26. Jan 2020, 22:35 
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Edova, post: 6666628, member: 50598 hat geschrieben:
Suchaneks Reise geht weiter


Bei den meditativen Visionen vom Suchanek mit der Schlange Jormundgandr rieselt ihm eigentümliche Schauer über den Rücken, denn das züngelnde Zischen der Schlange errinnert ihn irgendwie an Vergangenes das sich an ihm raufarbeiten will. Er schüttelt sich mal ganz stark, springt aus seinem Polster in die Höhe und denkt ganz stark an ein Passionsfruchteis das er im Geiste genüßlich schleckt und macht sich auf den Weg zurück in Waldvilla mit dem Vorsatz danach ein Bad im Spärensee zu nehmen. Sein Gehirn gleicht einer ganz weichen Masse, die sich in einer seltsamen Güte ausweitet. Er hat den Vorsatz sich im See taufen zu lassen von Reguldinand von Steiningen, der bekannterweise als weißer Heiliger im Schakalenwald lebt und seine Heiligkeit in Form von Abhang runter rollen zelebriert, wobei die Schakale seinen Zehenkäs abschnappen dürfen, das zu einem heulenden Gejohle anschwillt und den Wald erschauern läßt. In seinem Heim angekommen packte er eine Badehose ein und begibt sich zum See und setzt zu einem überirdisch lauten Schrei nach Reguldinand von Steiningen an. In der ganzen Villa fallen viele Steine vom Herzen der Anwesenden aus Erleichterung Suchanek wieder zu haben. Reguldinand von Steiningen stoppt das Gerolle und wetzt eilig zum See um Suchanek zu taufen.
Er taucht ihn ins Wasser, ein paar Dosen mit Zombies wollen sich am Suchanek anhängen, was der aber unwillig verhindert. Er möchte doch frei sein von allem Weltlichen und keine Anhängsel spüren. Am Ufer versammeln sich mittlerweile eine große Schar an Leutchen, darunter der Kaindarsteller im Büßerkleid, die Räuber, die andächtig abwartend Aufstellung genommen haben, Kowski, Haloki Edita und Mutti Kadingira, die Anstandsschakale Schakk dö Molej und (SC)Hag All und zu guter Letzt der Haussklave.
Und als der Suchanek sich so taufig suhlt mit Hilfe von Reguldinand, fängt auf einmal das Wasser zu brodeln und schäumen an und aus dem Grund des Sees steigt der Drache Manschoventi an die Oberfläche und schwimmt zu Suchanek und fängt an ihn zu herzen und stimmt einen unglaublich sehnsuchtsvollen Gesang an der allen eine Gänshaut beschert. Lass gut sein, sagt Suchanek und tätschelt ihn liebevoll und steigt erhaben mit ernster Miene aus dem Wasser, sich seiner Bedeutung voll bewußt. Suchanek kehrt in die Villa zurück und sinkt selig in sein Bett und fällt in einen tiefen, tiefen Schlaf....


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BeitragVerfasst: So 16. Feb 2020, 12:17 
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Hagall, post: 6690337, member: 30450 hat geschrieben:
Während der Suchanek also im Palast namens Waldvilla seit 2 Wochen vor sich hin träumt, beraten in der Nähe die 3 Weisen (immer noch Edita Fairwhile Stuberova, Halloki von Throndland und Kowski) intensiv, was den Suchanek zu dieser ziemlich unerwarteten Taufaktion bewegt haben könnte. Edita versucht sich im Zuge dessen an einem Referat über Schuh- und sonstige Mode. Sie erklärt, das Antitristen-Korsett sei dem armen Kind zu steif und den behuften linken Stiefel täte sie sich an Stelle des Suchanek auch nicht an, das Kind sei jetzt mit seinen zweieinhalb (jetzt eher viereinhalb) Wochen ja sowieso im typischen Rotzbubenalter, und überhaupt, sie werde einmal das Gespräch mit Kadingira suchen und ihr ein paar Tipps….

dann gerät sie ins Stocken, da sie die letzte Begegnung mit ihrer Nichte als etwas zwiespältig in Erinnerung hat. Einerseits der teuflisch unwiderstehliche Eierlikör, andererseits aber dieser Moment, in dem ihr Kadingira plötzlich als Akkumulation aller Ausschweifungen und Sünden des antiken Rom erschienen war…. Edita wird nachdenklich, während jedoch Kowski von einem Bein aufs andere springt und seinen ohnehin beschränkten Wortschatz jetzt offenbar endgültig auf das für ihn Wesentliche zusammengeürzt hat: „Au ja! Gespräch mit Kadingira! Eierlikör! Au ja, Gespräch mit Kadingira! Eierlikör! Au ja! Gespräch…..“

Halloki wiederum vermutet handfestere Hintergedanken des Suchanek für seine Taufaktion, aber er schafft es nicht, sich den anderen beiden auf normal verständliche Art mitzuteilen, sondern ergeht sich stattdessen in Slam-Poesie, bei der in jedem Satz alle Wörter mit dem selben Buchstaben anfangen müssen.

Alle 3 Weisen werden grantig auf einander, und mirnix dirnix steht wieder die immer noch ungeklärte Frage im Raum, wer denn jetzt Kaspar sein darf und wer Melchior bzw. Balthasar sein muss. Vor allem Kowski und Halloki sind kurz davor, in Handgreiflichkeiten auszubrechen, doch da erhebt sich plötzlich ein mächtiger Schatten hinter Halloki…. Edita befürchtet instinktiv erneuten Ärger und sieht sich in dieser Befürchtung auch sogleich bestätigt, als sie die Stimme des Neuankömmlings hört: „Ick sach euch, der Supaneck is jar nich mehr hiia, der hat süsch vom Acka jemacht, der liiiecht irjendwo vergraaaben, verbuddelt, det sach ick euch!!“

Kowski rollt die Augen…. „Heiliger Bimbam, also ich mein, heiliger Jakobus. Hab ich dich also doch nicht gut genug vergraben“ …. Und ja, tatsächlich handelt es sich bei besagtem Neuankömmling um den vierten Weisen, den heiligen Jakobus Weuß, mit dem Kowski vor 2 Wochen am Weg zur Suchanek-Willkommensparty aneinander geraten war und ihn schließlich lebendig in der Nähe der Wüstendschumsn „Zur sudernden Milchfrau“ vergraben hatte. Jetzt aber steht dieser Jakobus in aller Pracht vor ihnen und keppelt wie ein Rohrspatz: „Mann, der Supaneck könnte sonstwo sein, und ihr tut NÜSCHT, sitzt bloß den janzen Tach hier rum und schlacht Wurzeln!“

Edita nimmt angesichts des drohenden Chaos all ihren Mut zusammen und wendet ihren Kopf in Richtung des Palastes, um anzudeuten, sie werde sich jetzt dorthin begeben und versuchen, zumindest in Erfahrung zu bringen, ob der Suchanek noch da ist. Durch dieses Wenden des Kopfes wird sie allerdings dessen gewahr, was Halloki schon die ganze Zeit sieht, aber erneut nicht artikulieren können hat: Vor dem Palast haben hunderte Schakale Aufstellung genommen, die nicht gerade so aussehen, als wären sie zum netten Kaffeeplausch da (was ihnen sogleich große Sympathie bei Jakobus und Halloki einbringt). Ali Baba und die 40 Räuber sind ebenfalls im Eilverfahren von Kadingira höchstpersönlich der SSS (Suchanek-Schutz-Schakalsbrigade) zugeteilt worden und dort jetzt für die Räuberstaffel tätig, bei der 41 Schakale als Räuberführer agieren. Kadingira scheint das mit der Taufe nämlich gar nicht mal so toll gefunden zu haben und jetz irgendwie der Meinung zu sein, dass das Bubi vor schlechtem Umgang beschützt gehört.

Angesichts dieses Anblicks meint Jakobus: “Ick sach euch doch, det bringt jaaar nüscht, da hinzugehen!“ Edita meint dazu: „Also wenn da so eine Armee zu seinem Schutz aufgestellt ist, müsste man doch annehmen, dass der Suchanek auch dort….“ Aber Jakobus ist nicht in Stimmung für solche Theorien. „Jaaaar nüscht bringt dat! Ick jeh den jetz suchen, und wenn ick bis nach Australien graben muss.“ Sprichts, gräbt sogleich drauflos und ist bald nicht mehr zu sehen, nur noch undeutlich zu hören: „Anjenehm warm is dat hier unten!“

Editas Blick schweift zu den oberen Fenstern des Palastes…. Eines davon steht offen, und Edita meint im Zimmer dahinter einen Tempel zu gewahren, in dem wilde heidnische Initiations-Orgien mitten auf einem Verkaufstisch für gepantschten Tetrapack-Meßwein stattfinden und dahinter ein Verkaufsregal für Schierlingschnaps, Schirchperchtenkostüme und Schildkrötenpornos. Edita schließt vor Schreck die Augen, und als sie sie wieder aufmacht und todesmutig nochmal zum gleichen Fenster blickt, sieht sie im dahinterliegenden Raum nichts und niemanden außer Kadingira, wiederum in einem scharlachroten Kleid. Ansonsten scheint der Raum leer zu sein und die Wände weiß.

Edita hält es nicht mehr aus, und sie will ihre Beobachtungen jetzt mit Kowksi und Halloki teilen, muss aber zu ihrem nicht besonders großen Erstaunen feststellen, dass diese beiden den Ghettoblaster angeworfen haben und gerade zum erste Discharge-Album pogen und moshen… Halloki faselt dabei was von „D-Beat“, kriegt aber von Kowski eine aufs Maul, verpasst ihm eine retour und beide lachen glücklich, während Edita in ihrem Handy nach der Nummer vom Psychiater sucht.

Die Armee der Schakale ist von diesem Treiben in unmittelbarer Nähe des Palastes nicht sehr angetan, und Edita stellt beunruhigt fest, dass auch Schakk Dö Molej und (Sc)hag All, die beiden Anstandsschakale von Edita und Halloki, sich unentschlossen herumdrücken und nicht so recht wissen, ob ihr Platz jetzt bei Frauerl und Herrl ist oder doch eher bei der Armee ihrer Artgenossen.

Edita ist schon auf einen Machtkampf um die Treue der Viecherln wie in der Erstverfilmung von „Krambambuli“ eingestellt. Doch da machen plötzlich sämtliche Schakale Platz (und zwar so wie Hunde „Platz“ machen)… die Palasttür steht offen und der Suchanek tritt hervor, seit dem Schlafengehen mal wieder um einen halben Kopf gewachsen. Er gähnt, zupft an seinem Pyjama herum und erklärt mit demonstrativem Desinteresse die Huldigung für eröffnet. Schnell dreht er noch seinen Kopf zum oberen Fenster und gibt ein veschlafenes: „Morgähn, Mamimamsch“ von sich. Dann beginnt er durch die Reihen seiner Armee zu schreiten, um die Huldigung entgegen zu nehmen

Die Schakale und Räuber sind im Huldigen ein Wengerl unbewandert und das zu erwartende Chaos bleibt nicht aus. Aber dem Suchanek gefällts, und er verteilt nach Herzenslust Fußtritte, Kopfnüsse und Bauchstiche - letztere allerdings nur mit dem Plastikdreizack, da ihm die Eltern den echten noch nicht erlauben.

Kurzer Rückblick. Wir erinnern uns (naja, die Meisten vermutlich eher nicht, aber es war trotzdem so): Zuletzt hat der Suchanek in der Wüste meditiert und Jehova hat dabei erfolglos (und noch dazu als Kain getarnt) versucht, ihn durch einen schamanischen Kanal mit Steinen zu bewerfen. Danach ist der Suchanek zum Palast zuückgekehrt, hat sich dort im nahegelegenen Sphärensee von Reguldinand, dem weißen Heiler, taufen lassen, und bei dieser Taufe war auch Jehova anwesend, und zwar im Büßerkleid. Rückblick Ende.

Nachdem er endlich seine Armee durchquert hat, schreitet der Suchanek mit einem Gesichtsausdruck von peinlicher Berührtheit an den 3 Weisen vorüber. Kowski gefällt diese Geringschätzung gar nicht und er ist drauf und dran, den Antitristen einen gelben Gummischlumpf zu nennen. Doch da bohrt sich zwischen Kowskis Beinen ein Kopf aus der Erde und erklärt: „Nee, also in Australien is der oooch nich, hab allet abjesucht!“ Kowski bringt darufhin kein Wort mehr hervor.

Der Suchanek nimmt das alles kaum wahr. Er nähert sich stattdessen dem einzigen, der ihn irgendwie zu interessieren scheint - nämlich besagtem Träger des Büßerkleides, der sich bislang schüchtern hinter einem verbrannten Dornbusch herumgedrückt hat. Seit sich der Suchanek taufen lassen hat, ist Jehova ihm hoffnungslos verfallen, und der schamanische Steinigungsvesuch ist ihm (Jevoa) daher um so peinlicher.

Der Suchanek schenkt dem Jehova ein charmntes Begrüßungslächeln:„Na, mein Bester? Wieder am Steinderl-Sammeln für die nächste Schamanensession? Komm mal her, ich hätt da eine Kleinigkeit für dich. Mund auf, Augen zu!“ Und so kommt Jehova nach Miliarden von Jahren der ziellosen Existenz endlich zu seiner ersten Latex-Maske zuzüglich Ballknebel, Handschellen und Sklavenhalsband. Außerdem zieht der Suchanek eins von diesen kleinen Sackerln voller Neujahrs-Glücksbringer aus der Pyjamahosentasche hervor. Er entnimmt daraus ein kleines Dilemmawölkchen und sagt zu Jehovi: „Und DAS ist die kleine Prophezeiung, die davon handelt, dass sie sich nie erfüllen wird. Ich versprech dir, sobald die Frage, ob sie sich erfüllt hat oder nicht, beantwortet ist, bist du den Ballkebel wieder los.“

Dann dreht sich der Suchanek zum Palast um, genaugenommen zum Fenster im zweiten Stock, von dem aus Kadingira die Vorgänge beobachtet hat, und sein Grinsen bringt mit ohrenbetäubender geräuschloser Lautstärke die Wort zum Ausdruck: "Kapierst du jetzt, warum das mit der Taufe sein müssen hat? :D "


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BeitragVerfasst: So 16. Feb 2020, 19:23 
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Edova, post: 6690859, member: 50598 hat geschrieben:
Der Jakobus von Voicingen gräbt unterdessen eifrig weiter, denn es ist ihm zur Sucht geworden, auch weil er eine Menge Klos am Weg Richtung Australiens gefunden hat, die er alle schlafend ausprobieren will.
Kadingira dreht sich anzüglich im Kreise im roten Kleid, in der Hoffnung der Behufte macht ihr wieder mal eine Aufwartung.
Doch der ist dabei seinen juckenden Huf zu kratzen, den ihm Jehova als Strafe verpasst hat, weil er das Unglückspendel gar zu arg geschwungen hatte und das sich nicht einpendeln mag.
Editha klatsch auf einmal in die Hände um die Aufmerksamkeitder Restlichen zu erlangen. Dann fängt sie arg zu rocken an mit einem unheimlich geilen Sound.
Doch der Zwck dieser Aktion war eigentlich den Jeho munter zu machen, der offensichtlich nicht gehört hat, dass ihn der Seiler und Speer mit dem alternden Ambros angerufen hat und gefragt hat, wo er denn eigentlich sei.
Nur Halloki drehts die Ohren ein, weil das so gar nicht seins ist und er der Meinung ist, da gehört was härteres her. Sowas wollen nur die Flügelwesen von Jehowa
hören, die immer auf einer rosa Wolke Inzucht treiben.
In der Zwischenzeit macht der Suchanek den Knebel lockerer, damit Jeho antworten kann, doch der trutzt nun. Er grübelt schon längere Zeit über dem Gedanken ein neues Universum zu schaffen, wo er eine neue Ordnung einführen will. Doch der zündende Gedanke will sich einfach nicht einstellen.
Der Hufpartner überlegt zwischenzeitlich der neue Bettvorleger für Kadingira zu werden, um vielleicht das Gejucke etwas zu mildern. Wenn sie auf ihm herumtrampelt würde, übertüncht das den Juckreiz.
Suchanek ist sich nun bewußt geworden, der neue Antitrist sein zu wollen, denn dann kann er seine Armee nach Herenslust maltretieren und schikanieren. Doch irgendwie kommt er in diese Schuhe nicht rein. Diese Zizipee soll in der Hölle bei Vati schmoren, wenn sie mir das versaut. Grummelt Suchi verärgert vor sich hin. Da nützt jetzt diese ganze Tauferei nichts und Reginald muß nochmals von vorne beginnen, denn das Ganze hat doch einen Sinn, donnert Suchi und Mutti pflichtet ihm bei, mit unverholenem Stolz. Mein kleiner Racker, du.:love:


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BeitragVerfasst: So 16. Feb 2020, 19:57 
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Enndlin, post: 6690882, member: 86548 hat geschrieben:
Auf der Party taucht ein unerwarteter Gast auf. Ein Vertreter für Gesundheitsschuhe namens D. Eichmann, welcher seit seiner Jugend stolz ein weißes T-Shirt mit grünem Buchstaben D darauf trägt, hat durch seine besondere Begabung der Telepathie und weiterer außersinnlicher Wahrnehmungen von der Veranstaltung des Antitristen erfahren. "Hier werde ich ein gutes Geschäft machen", denkt er sich. Rasch wartet er charmant der Herrin des Hauses, Kadingira, auf. "Gnä' Frau, Sie sind doch auch nicht mehr die Jüngste, und ich sehe, auch wenn Sie noch frischfrommfröhlichfrei auf Antilopenjagd gehen, um daraus anschließend Gulasch zu kochen, so bemerke ich doch eine leichte Schwellung an Ihrem zarten rechten Füßlein. Mir scheint, Sie sind einfach nicht mehr in einem Alter, in dem frau noch problemlos und elegant Stilettos mit 20cm-Absätzen tragen kann. Darf ich Ihnen hier mein neuestes Produkt darbieten? Hautfarbene Gesundheitsschuhe mit extra viel Platz auch für behufte Füße, mit Klettverschluss auf der Frist, Turbosohlen zum schnelleren Voranschreiten und eingebautem Schleuderfußbett. Diese Schuhe schmeicheln ohne Gleichen Ihrer zarten Linie, darf ich Ihnen diese daher einmal anpassen?"

Kadingira plinkert verzückt mit den Augen. "Was für ein Charmeur Sie doch sind! Sie haben die Problematik exakt erkannt! Gern dürfen Sie mir Ihr neuestes Produkt einmal anpassen und meine zarten Füße in dieses wunderbare, hautfarbene Schuhwerk hineingleiten lassen!" "Schleimer", denkt sich derweil der gehufte Lebensgefährte von Kadingira, und grummelt vor sich hin, da er nun offenbar doch nicht als Bettvorleger dienen darf.

D. Eichmann schreitet zur Tat und nimmt Kadingiras rechten Fuß zärtlich in die Hand, während er das hautfarbene Schmuckstück zückt.

Derweil Suchanek das Schauspiel zwischen D. Eichmann und seiner Mutter beobachtet und sich denkt "hey yo, was für ne geile Idee - hautfarbene Gesundheitsschuhe! Endlich Schuhe, in die ich auch hineinpasse! Die MUSS ich einfach mal anprobieren!! Mutter, zur Seite, ICH will bedient werden!!" Kadingira sieht die Dringlichkeit der Situation, braucht doch auch ihr Sohn passendes Schuhwerk, um seine Armee der Finsternis besser dirigieren und malträtieren zu können. "Wissen Sie, Herr D. Eichmann, am besten ist es, wenn wir direkt zwei paar dieser wunderbaren hautfarbenenen Gesundheitsschuhe nehmen, eines für mich, und eines für meinen Sohn!"

(to be continued... :X3: )


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BeitragVerfasst: Mo 17. Feb 2020, 12:44 
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Hagall, post: 6691017, member: 30450 hat geschrieben:
Es ist nämlich so, dass der Jakobus Weuß bei seinen Abort-Erforschungen im Erdinneren bis in die Gefilde von Suchaneks Vater vorgedrungen ist und dort heimlich den Abtritt des Behuften benutzt hat, während dieser in der Mittelwelt beim D. Eichmann und beim D.Elka wegen modischen Huf-Eisen vorgesprochen hat. Da der Behufte Schwefelscheisser in lezter Zeit zu viel Seelengulasch zu sich genommen hatte, und die Putzfrau immer nur am 6.Juni um 6 Uhr kommt, ist Herr Weuß bei dieser Expedition ziemlich in den Teufelsdreck (=Asafötida) gestiegen. Damit ihm das nicht noch einmal passiert, hat er gleich auch noch die ausgelatschten Gesundheitsschuhe des Behuften mitgehen lassen, und zwar direkt an seinen Füßen, und zwar ohne jene vorher zu waschen. Dann hat auch noch irgendein (No-)Kängor-U(luru) die unterirdischen Wegweiser nach Austria und Australia vertauscht und Herr Weuß landete auf seiner Riese nach Australien in der Steiermaek, wo der die Schuhe jenem aschfahlen, hohläugigen Mann als Ausgleichsenergie für eine neue Schaufel zukommen ließ. Naja, und das Krokoidl war halt irgendwie grad in der Nähe.


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BeitragVerfasst: Mo 17. Feb 2020, 20:23 
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Enndlin, post: 6691854, member: 86548 hat geschrieben:
Was das Krokodil nicht bedacht hatte, war, dass die kostbare Beute in Form der würzig riechenden, hautfarbenen Gesundheitsschuhe eine Art Anti-Mops-Schutz besaßen. Die stibitzten beiden Paare waren nämlich bereits auf die ursprünglichen Besitzer "geeicht", sprich, dank Biometrie hatten sie die Fuß-Flora und den Fußabdruck sowohl des aschfahlen, hohläugigen Antitristen als auch den seiner Ma, der rattenscharfen, aber doch mit Fußproblemen gesegneten Kadingira, absorbiert. Niemand anderes würde je diese Schuhe tragen können, ohne in den Genuß eines saftigen Abschusses der automatischen Schleuderfußsohlen zu kommen.

Als nun das Krokodil so in seinem grünen Raumschiff saß, schnüffelte es genüßlich an den beiden begehrten Objekten, die es auf seinen Mutterplaneten bringen würde. "Hmmm.... chrchrchr... könnte nicht schaden, die schicken Dinger mal anzuprobieren, die sind sicher superbequem, anschmeichelnd, hautschuppenpflegend und einfach unübertrefflich!" Und schwuppdiwupp, hatte es die beiden hautfarbenen Schuhe übergestreift.

KATSCHUNNGGGG!!! Machten die automatischen Einlegesohlen mit Schleudersohlenfunktion, und rammten das Krokodil aus den Schuhen und gegen die Raumschiffdecke. Leider hatte das Krokodil bei der Konstruktion des Raumfahrzeuges nicht bedacht, dass es Sinn hätte, den Knopf für den raumschiffeigenen Schleudersitz AM Schleudersitz selbst und nicht an der Raumschiffdecke zu montieren. Und so rammte das Krokodil sich nicht nur den Kopf an, nein, es aktivierte dadurch auch den Schleudersitz, der es nun vollends durch die Raumschiffdecke in den Orbit katapultierte.

Ein verzweifeltes "ein Krokodüüü bekommt immer was es wüüüüüüü!!!!" brachte das Krokodil noch mit letzter Kraft gepresst im luftleeren Raum hervor, und als es so durch den Orbit sanft hinfort glitt, wurde es immer kleiner, und irgendwann verschwand es in den tiefen Tiefen des Alls.

Gleichzeitig konnte man von weit her engelhafte Klänge vernehmen, wie die Klänge eines jüngsten Gerichts, auf das sich das Krokodil unbeabsichtigt zubewegte. Die Klänge hörten sich in etwa an wie "WAT ER LOO".

So, jetzt geht's mir besser :D


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BeitragVerfasst: So 1. Mär 2020, 10:12 
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Edova, post: 6704174, member: 50598 hat geschrieben:
Suchanek ist aus seinem langen Schlaf erwacht und geht zu Mutti, um sie um einen Maseratti zu bitten, mit dem er herumdüsen möchte. Irgendwie ist das noch in seiner Errinnerung verankert. Er bittet nebenbei auch noch den Jakobus Weuß, dass er mit seiner Baggerschaufel das Gesockse, das sich rund um den Palast eingenistet hatte, weg zu schieben und in die Australiendurchgangsöffnung zu versenken, samt den komischen Virus, den der behufte Vati zwecks notwendiger Dezimierung ausgestreut hatte. Suchi fand das ja recht unnötig, weil das mit der Pest dazumal viel besser gefunzt hatte. Auch das Krokudü, das sich in den bescheuerten Gesundheitsschuhen trittfester vorkam, was nur scheinbar so ist. Krokodü soll sich im Raum schnappig austoben.
Suchi ist nun in die Reife gekommen um sich um eine Gefährtin umzuschauen, mit der er die Antitristerei weiter vererben könne, denn Suchi ist mehr fürs herumdüsen. Will sich mit solchen Peanuts nicht abgeben und lieber Butter daraus zu machen, die er aufs Brot schmieren kann. Denn auf den Lauf des Lebens hat das ja wohl kaum einen tiefgreifenden Einfluß. Auch Schnecken sammeln macht ihm großen Spaß, vor allem diese roten, aus der er einen Klebstoff machen möchte.
Ja Suchi hat Großes vor in nächster Zeit.....


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BeitragVerfasst: Mo 6. Apr 2020, 08:00 
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Nun stand der Suchanek da. Allein, verlassen, der letzte Wesenhans auf Erden. Das Coronavirus war so weit fortgeschritten, dass die Buchstaben Abstand zueinander nehmen sollten. Was nicht ganz einfach war. S U C H A N E K wollte nicht aufgeben, doch so ganz alleine konnte er nix ausrichten. Und zum ersten Mal wurde auch ihm ganz klar, wie wichtig es war, ein paar Quälgeister zu haben. Denn ohne sie war die Ewigkeit eine sehr lange Weile.


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